Latein wird an der ASS als zweite Fremdsprache unterrichtet. Ziel ist es, Latein im Wahlunterricht wieder als dritte Fremdsprache zu etablieren, alternativ Wahlunterricht anzubieten, der die Sprache und Kultur der Antike in den Mittelpunkt des Unterrichts stellt.

Wem empfehlen wir Latein?

Die Schülerinnen und Schüler, die folgende Arbeitsformen bevorzugen, werden mit Latein keine Schwierigkeiten bekommen, sondern Muße und Erfolgserlebnisse, häufig in übersichtlichen Lerngruppen:

  • Freude am genauen Hinschauen und am kritischen Überprüfen des Erkannten
  • Tüfteln, welche grammatischen Strukturen den Satz bilden und wie die Hauptaussagen Satzes sind
  • genaues Analysieren lateinischer und deutscher Formen

 

Drei Schwerpunkte sind für den modernen Lateinunterricht zu nennen:

  • Grundsätzliche Analyse von Sprachstrukturen
    Wir Lateinlehrerinnen und -lehrer wissen, dass Sprache im Zuge der zunehmenden Bedeutung der neuen Medien nicht an Bedeutung verlieren wird, sondern dass derjenige, der ihre Bedeutung erkennt, ihre Möglichkeiten nutzt, Freude an ihr empfindet, mit Latein gut fahren wird.
  • Aufarbeitung von Grammatik und Ausdruck im Deutschen
    Durch die Technik des Übersetzens lateinischer Texte ins Deutsche werden die Schülerinnen und Schüler gezwungen, sich mit ihren Defiziten in Deutsch zu befassen, und lernen, zunehmend komplexere Strukturen im Lateinischen angemessen im Deutschen wiederzugeben. Dieser Prozess geschieht langsam, aber kontinuierlich und immer für die Schüler nachvollziehbar.
  • Auseinandersetzung mit Inhalten, die Schülerinnen und Schüler anregen, sich mit Bereichen außerhalb ihrer noch eingeschränkten Lebenswelt zu beschäftigen und in dieser Auseinandersetzung neue Interessen und Engagements zu entdecken. Die lateinischen Lektionen nämlich beschäftigen sich mit Themen wie: Leben einer römischen Familie; Struktur einer antiken Gesellschaft; Sklaven und deren ökonomische Bedeutung; Recht und Ungerechtigkeit; römische Philosophie.

 

Die Kompetenzorientierung im Lateinunterricht nutzen drei Kompetenzniveaus, nämlich

  • Wissen und Kennen (Vokabeln, grammatikalische Endungen)
  • Verstehen (Zusammenhänge zwischen den grammatikalischen Zeichen und deren Bedeutung innerhalb Sprache und Sinn)
  • Können (Übersetzen, Interpretieren, in Kontexte setzen).

 

Um die Wurzeln europäischer Kultur verstehen und würdigen zu können, empfehlen wir Latein zu lernen. (Ka – 5/2011)


Fachsprecherin: Frau Rüther