Grundlegendes

Der besondere Charakter des Faches Chemie liegt in der experimentellen Vorgehensweise, in der Arbeit mit Modellen sowie in dem gedanklichen Wechsel zwischen Stoff- und Teilchenebene.

Die Schülerinnen und Schüler der ASS haben die Möglichkeit Chemie als ein spannendes Unterrichtsfach mit Bezug zur Alltagswelt kennenzulernen und – ausgehend von dem Experiment – ihre Beobachtungsgabe zu schulen, Fragen an naturwissenschaftliche Phänomene zu stellen, um so eigene Lösungsstrategien zu entwickeln. Sie erhalten somit Einblick in den Prozess der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung.

Der naturwissenschaftliche Neubau bietet den Schülerinnen und Schülern dahingehend sehr gute Lern- und Arbeitsbedingungen auf dem neuesten technischen und pädagogischen Stand.

So befinden sich z. B. in jedem Chemieraum ein PC mit Internetanschluss für Recherchen und ein Smartboard mit Beamer sowie eine sehr gute Ausstattung im Bereich des Experimentalunterrichtes.

Besonderheiten

In den Klassen mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt (NaWi-Klassen) gibt es in der 8. Klasse, in einem der beiden Halbjahre der Klasse 9 sowie im 1. Halbjahr der Einführungsphase (E1) je zwei zusätzliche Stunden Chemie, in denen der Unterrichtsstoff in einem hohen Maße experimentell erarbeitet werden kann.

In der Qualifikationsphase der Oberstufe (Q1-Q4) werden regelmäßig Leistungskurse angeboten. Zur Vorbereitung können die Lernenden im 2. Halbjahr der Einführungsphase (E2) einen so genannten „Orientierungskurs“ wählen. Hier können die Schüler die Arbeitsweise eines Leistungskurses schon vor der Qualifikationsphase kennenlernen.

Die Medienkompetenz wird im Chemieunterricht u.A. durch den Einsatz diverser chemischer Animationen, Simulationen und computergestützter Messwerterfassungssysteme gefördert.

Die AG „Jugend forscht“ ermöglicht zusätzlich allen naturwissenschaftlich interessierten Schülerinnen und Schülern sich mit Phänomenen aus den Bereichen Chemie, Biologie und Physik auseinanderzusetzen.

Im Rahmen des Wahlunterrichts haben die Lernenden die Möglichkeit, in den Klassen 8 und 9 zwischen zusätzlichen Kursen zu wählen, wobei verschiedene Themen behandelt werden können (z.B. Untersuchung von Wasser und Boden, Metalle). In der Einführungsphase werden regelmäßig zusätzliche Profilkurse (z.B. zum Thema Biochemie) angeboten.

Jahrgangsbezogene Schwerpunkte

Jahrgang    Schwerpunkte  

8

Chemie der Stoffe, Stoffgemische und Trennverfahren, die chemische Reaktion

9

Metalle und die Redoxreaktion, Periodensystem als Ordnungsschema der Elemente, Aufbau von Atomen, Ionenbindung

10

Vom Atom zum Molekül – die Elektronenpaarbindung, Intermolekulare Wechselwirkungen, Säuren und Basen

E1/2

Protolysereaktionen, Redoxreaktionen, Organische Chemie I

Q1/2

Organische Chemie II – Stoffgruppen in der Organischen Chemie, Naturstoffe und Synthesechemie (Kunststoffe)

Q3/4

Chemisches Gleichgewicht, Protolysegleichgewichte

Grundlegende Zielsetzung des Faches

Die Chemie liefert Erkenntnisse über den Aufbau, die Eigenschaften und die Umwandlung bzw. die Herstellung von Stoffen sowie den sachgerechten Umgang mit diesen. Im Mittelpunkt steht die chemische Reaktion als Einheit aus Stoff- und Energieumwandlung.


Bei dieser Auseinandersetzung mit der stofflichen Welt und der Erklärung mit Hilfe von Modellen bauen die Schülerinnen und Schüler schrittweise Abstraktionsfähigkeit und analytisches Denken auf. Diese erworbenen Kompetenzen sind Voraussetzungen für die Schülerinnen und Schüler, um aktiv an der gesellschaftlichen Kommunikation und Meinungsbildung über technische Entwicklungen und naturwissenschaftliche Forschungen teilzunehmen.

Ein zentraler Bestandteil zur Vermittlung dieser Kompetenzen ist das Experiment im Chemieunterricht, wobei es verschiedene Funktionen innerhalb des Unterrichts einnehmen kann.

In Chemie werden den Kompetenzen vier Bereiche zugeordnet: Erkenntnisgewinnung, Kommunikation, Bewertung und Nutzung fachlicher Konzepte.

  • Durch den Erwerb von Fachwissen und die Nutzung fachlicher Konzepte werden die Lernenden in der Lage sein, Phänomene des Alltags auf der Grundlage ihrer Kenntnisse über Stoffe und chemische Reaktionen zu erklären und selbstständig zu strukturieren.
  • Eine sinnvolle Anwendung experimenteller Untersuchungsmethoden bzw. theoretischer Modellvorstellungen trägt hierbei zur Erkenntnisgewinnung
  • Auf dieser Grundlage ist es den Lernenden möglich, chemische Sachverhalte zu bewerten, Entscheidungen zu treffen, Urteile zu fällen und diese adressatengerecht zu kommunizieren.

(Fotos: Robin Günther)

Fachsprecherin: Frau Göttig

[Göt – 2/2017]