• Das Sozialtraining arbeitet vorbeugend und soll nicht ausschließlich der Lösung von Konfliktsituationen dienen.
  • Ausflüge etc. können Projekttage nicht ersetzen. Auch hier wird zwar – wie ständig im Unterricht – der „Umgang miteinander“ geübt und die Lehrerin kann u.U. erkennen, wo Konflikte auftauchen. Dies geschieht aber eher zufällig. An den Projekttagen dagegen wird die Klassen- situation mit den Schülern thematisiert und es gibt für alle Schüler genügend Zeit und Raum um ihre (positiven und negativen) Erfahrun- gen mitzubringen. (Diagnose).
  • In jeder SV-Stunde können selbstverständlich die gleichen Dinge besprochen werden und sie ist der best Ort um nach den Projekttagen „an den Themen dranzubleiben“. Aber in 45 Minuten gelingt es kaum, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Schüler so öffnen können und Vertrauen zueinander entwickeln, dass sie ihre Probleme ansprechen. Zuerst müssen sie „auftauen“ (Warming-up) und dazu bedarf es genügend Zeit.
  • Die Befürchtung „schlafende Hunde zu wecken“ ist unbegründet, denn schlummernde Konflikte tauchen, wenn sie nicht angesprochen und bearbeitet werden, später doch auf und sind dann viel heftiger.
  • Die Projekttage kosten zwar Unterrichtszeit, aber in einem guten, angstfreien Klassenklima fühlen sich Schüler (und Lehrer) wohler und können besser arbeiten. Langfristig wird weniger Energie durch Konflikte gebunden und dadurch effektiveres Arbeiten möglich.
  • Über die Ergebnisse der Projekttage sollen auch die anderen Fach- lehrer informiert werden, so dass in der Klasse alle „am gleichen Strang ziehen“ können.
  • Umfangreiche, fertig ausgearbeitete und erprobte Materialien liegen vor, sind aber nicht zwingend, sondern können und sollten an die jeweilige Klassensituation angepasst werden.
  • Inzwischen haben mehr als ein Drittel der KollegInnen eigene Erfahrun- gen mit dem Sozialtraining gesammelt (viele bereits mehrfach) und weitere sind interessiert, daran mitzuarbeiten. Das Sozialtraining wird an unserer Schule seit vielen Jahren durchgeführt.