Was ist und warum lernt man Darstellendes Spiel?

Darstellendes Spiel (DSP) ist, genauso wie Kunst und Musik, ein musisches Fach und wird an unserer Schule in verschiedenen Formen angeboten: als Theater-AG für die 5. und 6. Klasse, als Wahlunterricht (WU) in der Mittelstufe und Kurs in der Oberstufe. Die Lehrkräfte sind Frau Bremes (WU 7. und 9. Klasse), Frau Humbert (WU 8. Klasse) und Herr Dr. Biccari (Oberstufe.)

Alle Kurse sind bei uns sehr beliebt und gut besucht. In der Regel findet die öffentliche Präsentation eines größeren Inszenierungsprojektes am Ende der Q3 statt. Kleinere, aber nicht deswegen weniger wichtige und spannende, Präsentationen gibt es am Ende der E-Phase, der Q1 (beim „Tag der offenen Tür“) und der Q2 (im Rahmen der Projektwoche). Seit dem Abitur-Jahr 2012 ist es außerdem möglich, DSP als 4. bzw. 5. Prüfungsfach zu wählen, was in den letzten 5 Jahren viele unserer „Ehemaligen“ mit großem Engagement, Talent und Erfolg auch getan haben.

Ab dem Schuljahr 2016/17 gelten für den Unterricht in den WU-Kursen der Mittelstufe kompetenzorientierte Fachcurricula, die extra dazu entwickelt wurden. In der aktuellen E-Phase und in der Q1 unterrichtet man zum ersten Mal nach dem neuen kompetenzorientierten Kerncurriculum für die Oberstufe. Für die Q3 gilt immer noch der Rahmenplan von 2010.

Darstellendes Spiel ist in anderen Worten Theater, die faszinierende Kunst der Verwandlung, in welcher alle anderen Künste und Medien vereinigt sind und zum Ausdruck kommen. Denn das besondere am Theater ist, dass da der ganze Mensch mit all seinen Fähigkeiten tätig wird. Mimik, Gestik, Bewegung, Stimme, Sprache sind u.a. die wichtigsten Mittel des Schauspielers. Darüber hinaus sind Bühnenbilder und Kostüme, Requisiten und Accessoires, Licht, Raum und Ton weitere Elemente, mit denen der Schauspieler die Zuschauer in den Bann seiner Theaterfiktion zieht.

So gesehen, gehen Spiel und Ernst im Theater Hand in Hand und die Emotionen, die das Theater auslöst, sind durchaus real, weil ein guter Schauspieler sie wirklich empfinden muss, genauso wie aufmerksame Zuschauer sich auf sie einlassen sollen. In diesem Sinne lernen Schülerinnen und Schüler im Darstellenden Spiel Gefühle und Konflikte, Situationen und Erfahrungen, in eine ästhetisch wahrnehmbare Gestalt zu bringen. Dafür sind Kreativität, Neugier, Eigeninitiative, Gemeinschaftssinn sowie ein respektvoller Umgang mit den Anderen notwendig. In der Tat hat für jeden einzelnen Spieler die Selbsterfahrung, die im Theater durch die Übernahme fremder Rollen stattfindet, das verantwortliche Verstehen des Anderen und des Selbst als Mitglied der Gruppe zur Voraussetzung.

Die wichtigsten Inhaltsbereiche des Faches sind: die schauspielerische Arbeit bzw. das Erlernen und Erproben der Grundlagen der Schauspielkunst; Dramaturgie und Inszenierung, d.h. der selbstbewusste und selbstverantwortliche Umgang mit einer Textvorlage oder einer Spielidee, die dann im Idealfall zu einer öffentlichen Aufführung oder Präsentation kommen soll; dazu kommt die kritische Auseinandersetzung mit Theatertheorie und -geschichte in der Sek. II. Die Bewertung erfolgt auf der Basis der Mitarbeit im Unterricht sowie auch von Klausuren und spielpraktischen Prüfungen. Theaterbesuche in Frankfurt und Umgebung, auch außerhalb der Unterrichtszeit, gehören zum Lernstoff. Bei der Arbeit an einem Inszenierungsprojektes oder einer Präsentation ist es normal, intensive extra Probezeiten mit einem hohen Zeitaufwand (d. h. auch an Wochenenden oder in den Ferien) durchzuführen.

Zum Schluss noch ein Wort: Das Ganze hört sich zwar anspruchsvoll und schwierig an, aber keine Angst: Es macht enorm viel Spaß! Wir freuen uns auf spannende Momente mit allen theaterinteressierten Schülerinnen und Schülern. Und, wie man in der Theaterwelt sagt: „Toi, toi, toi!“

Fachsprecher: Herr Dr. Biccari

[Bic – 9/2017]


Aufführungsgeschichte an der ASS

Spielleitung Herr Dr. Biccari

Februar 2017

Januar 2016

Juli 2015

Februar 2015

Januar 2015:

Juli 2014:

  • Projektwoche auf dem Atmosphäre-Steg in OF-Bürgel zu Umweltthemen (Theater der Unterdrückten)
  • Teilnahme an den Frankfurter Schultheatertagen mit 3 Produktionen der Q4: „Lass die Finger weg“, „Chat with me“ und „Der rote Faden“

Januar 2014:

Juni 2013:

Januar 2013:

DSP Der Reigen Aufführung 2013 08 kleinDSP Der Reigen Aufführung 2013 01 klein

Januar 2012:

Spielleitung Frau Uhle Weyers
Februar 2013:

Vernissage Bundesmonopolverwaltung Febr 2013 13

Spielleitung: Frau Seher

2010: Die Dame vom Maxim nach G. Feydeau
2009: Kasimir und Karoline von Ö. von Horvath
2008: Romeo und Julia eine Werkschau nach dem Stück von W. Shakespeare
2006: Peanuts von F. Paravidino
2006: Yvonne, die Burgunderprinzessin nach W. Gombrovicz
2004: Aurora, ich und die Plastics, Eigenproduktion
2002: Peanuts nach den Cartoons von C. Schulz
2000: Arsen und Spitzenhäubchen von J. Kesselring
1997:  Train’s World, Eigenproduktion
1996: Ein Sommernachtstraum von W. Shakespeare
1995: Der Lügner von C. Goldoni
1994: Neighbours with long teeth (in englischer Sprache)

Theater 3 (Lm)