Schüler und Schülerinnen der Q2 nahmen im Februar 2013 an einem Berufsinformationsseminar in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, der IHK, der Städtischen Sparkasse und der Barmer Ersatzkasse in den Räumen der IHK in Offenbach teil.

Vielfältige Informationen gab es zu den Themen Studium, Duales Studium, Ausbildung und Auslands-/Brückenjahr, Bewerbung/Lebenslauf, Vorstellungsgespräch, Beispiele zu Einstellungstests und Anforderungen in den Assessmentcenters – mit praktischen Übungen .

Nach dem Abitur bieten sich den Schülern und Schülerinnen eine Fülle von interessanten Perspektiven für die eigenständige Berufs- und Zukunftsgestaltung.

[Mx – 8.2.2013]

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Lesen Sie hier den Bericht des Schülers Mehmet Acikgöz (Q2):

Berufsinformationsseminar

Am 7. und 8. Februar 2013 besuchten die SchülerInnen der Qualifikationsphase der Albert-Schweitzer-Schule die Industrie- und Handelskammer in Offenbach am Main und nahmen an einem Berufsinformationsseminar teil.

An diesen beiden Tagen wurden wir von mehreren LehrernInnen begleitet und waren von der Schule freigestellt worden. Das Berufsinformationsseminar fing mit der Begrüßung unserer LehrerInnen an und anschließend stellten sich die Mitarbeiter der IHK, die uns betreuten und uns die Seminarräume zur Verfügung stellten, vor.

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Daraufhin stellte Frau Sandra Fürndörfler, Beraterin bei der BIZ, die Angebote und Hilfestellungen der Berufs- und Studienberatung der Agentur für Arbeit vor, die sehr hilfreich sind, wenn man noch nicht konkret weiß, was man nach dem Abitur machen möchte. Bei einer Vielfalt von verschiedenen Möglichkeiten, die von Ausbildung, Studium bis hin zum Auslandsjahr reichen, kann eine Beratung einem viel weiterhelfen. Außerdem erhielten wir weitere Informationsmaterialien zur Berufsinformation und wurden auf Angebote des Berufsinformationszentrums aufmerksam gemacht. Dort kann man z.B. an studiumsbezogenen Eignungstests teilnehmen, um herauszufinden, ob ein bestimmtes Studium den eigenen Fähigkeiten entspricht.

Anschließend wurden uns vier verschiedene Module vorgestellt. Jeder Schüler durfte an zwei Modulen im Verlauf des Tages teilnehmen, um sich näher mit den jeweiligen Themen zu beschäftigen.

  1. Studium:
    Hier erhielten wir allgemeine Informationen zum Studium, z.B. Kosten, Dauer und bestimmte Zulassungsbeschränkungen. Außerdem wurden die verschiedenen Studiengänge und Hochschulen (Universität, Fachhochschule etc.) und Finanzierungsmöglichkeiten genannt. Anschließend wurde auf unsere Fragen eingegangen.
  2. Duales Studium:
    Das Thema diese Moduls war konkreter und richtete sich an SchülerInnen, die an einem dualem Studium interessiert sind. Duales Studium ist ein Hochschulstudium mit fest integrierten Praxisblöcken in Unternehmen. Es dauert meistens drei Jahre und wird erst seit einigen Jahren angeboten. Ein theorienahes Studium wird mit einer praxisnahen Ausbildung verbunden, wodurch man mehr dazu lernt und auf das Arbeitsleben besser vorbereitet ist.
  3. Brückenjahr, Schwerpunkt Ausland:
    Heutzutage wollen viele SchülerInnen nach 12 Jahren Schule und dem Abitur nicht sofort mit einem Studium bzw. einer Ausbildung anfangen, sondern ein Jahr mit Praktika, sozialem Engagement oder Jobben im Ausland verbringen, um neue Erfahrungen zu sammeln, neue Kulturen kennenzulernen, neue Sprachen zu erlernen oder bestehende Sprachkenntnisse zu vertiefen. Wir erhielten viele Informationen diesbezüglich und wurden auf Angebote der BIZ aufmerksam gemacht.
  4. Betriebliche Berufsbildung:
    Man kann nach dem Erreichen des Abiturs auch mit einer betrieblichen Berufsausbildung anfangen, die zumeist drei Jahre dauert und insbesondere von Unternehmen, Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen (berufsbildende Schulen, Berufskollegs) angeboten wird.

Ich habe die Module „Brückenjahr und duales Studium“ gewählt, da mich beide interessierten und ich mir unsicher bin, was ich nach meinem Abitur machen soll. Jedoch wurde mir nach dem Modul „Brückenjahr“ klarer, dass ich zunächst ein Jahr im Ausland verbringen möchte.

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Am Nachmittag wurden wir in Gruppen aufgeteilt, in denen wir uns mit dem Thema „Betriebliche Auswahlverfahren“ beschäftigten. Uns wurden der Auswahlprozess, die verschiedenen Auswahlkriterien und letztlich die Hürden zum Eignungstest näher erklärt. Daraufhin wurden wir nochmals in zwei Gruppen aufgeteilt: Die eine Gruppe führte jeweils eine Eignungstest-Simulation durch, während die andere Gruppe sie genauer beobachtete und anschließend Feedback gab und Verbesserungsvorschläge machte.

Schließlich kamen alle Gruppen wieder zusammen und wir erhielten einen guten und informationsreichen Vortrag durch eine Mitarbeiterin der Städtischen Sparkasse Offenbach über das Thema Assessmentcenter, von dem die meisten Schüler eine falsche Vorstellung haben. Außerdem bearbeiteten wir ein paar Fragen und Aufgaben bezüglich der Voreinstellungen und Ansprüche der relevanten Ausbildungsfirmen, die beim Assessmentcenter vorkommen können, und erhielten somit einen Einblick in den Verlauf des Assessmentcenters.

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Viele SchülerInnen wissen in der Oberstufe nicht, was sie nach dem Abitur wirklich machen möchten oder können. Entweder sind wir zu wenig über die bestehenden Möglichkeiten informiert oder so wenig zielgerichtet informiert, dass es uns bei solch einem großen Spektrum an Möglichkeiten schwer fällt, uns für etwas Bestimmtes zu entscheiden.

Daher war das Berufsinformationsseminar sehr informativ und hilfreich, da wir viele neue Informationen erhielten, durch Simulationen selbst mit bestimmten Themen, z.B. Auswahlverfahren, in Kontakt kamen und nun wissen, dass wir in Zukunft bestimmte Angebote und Beratungen der Arbeitsagentur Offenbach oder der IHK wahrnehmen können.

Das Seminar hat uns sehr gefallen, denn wir hatten nicht nur Freude und Spaß dabei, sondern auch großes Interesse und Informationsbedarf.

Mehmet Acikgöz (Q2) [2/2013]