Im vorliegenden Bericht über den ersten Kulturaustausch zwischen dem bolognesischen Gymnasium „Liceo Galvani“ und der Albert-Schweitzer-Schule werden wir anhand der unten aufgeführten Bilder unsere Erfahrungen der Woche in Italien chronologisch mit euch teilen.

Am Italienaustausch waren sowohl Schüler und Schülerinnen der E-Phase als auch der Q2 sowie die leitenden Fachkräfte Herr Dr. Biccari, Frau Grimm und Herr Schneider-Grimm (beide mitverantwortlich für die Planung und die Organisation der Aktivitäten) und Frau Wurm beteiligt. Da das Interesse an einem Kulturaustausch mit einer italienischen Schule von Seiten der Schülerschaft schon über einen längeren Zeitraum hinweg bestand, engagierte sich Herr Dr. Biccari für dieses Vorhaben sehr, so dass wir dann nach langer Planung am 10. Mai 2013 pünktlich um 19.55 Uhr die Reise zu unseren Austauschschülern antraten.

Hier ist ein Bericht über den Besuch der italienischen Schüler bei uns in Offenbach.

Gemeinsam mit unseren Austauschschülern besuchten wir gleich am ersten Tag nach unserer Ankunft in Bologna die Schule „Liceo Galvani“, deren altertümliches Gebäude uns sehr beeindruckte, besonders eine uralte, riesige Bibliothek, die als Aula für Schulversammlungen und andere Aktivitäten benutzt wird.

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Danach ging es los, die Stadt Bologna mit ihren vielen kleinen, interessanten Ecken zu erkunden. Besonders hohe Torbögen sorgten für eine tolle Atmosphäre und viele Straßenmusiker prägten das pittoreske Bild, das beeindruckte.

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Abends unternahm die ganze Gruppe ohne Lehrer eine Ausflug auf einen Hügel, von dem aus man auf ganz Bologna hinuntersehen konnte. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und die Stimmung unter uns war super.

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Am nächsten Morgen hieß es: Auf an den Strand! Wir setzten uns anderthalb Stunden in den Zug, um ans Meer zu fahren. Für alle Deutschen war es ein tolles Gefühl, einfach am Strand zu liegen und sich zu sonnen. Einige nutzten aber auch die Chance, um schwimmen zu gehen.

Auf den nächsten Morgen freuten sich viele der Deutschen am meisten, denn wir planten nach Venedig zu fahren. Auch hier saßen wir eine ganze Weile im Zug, bis wir schließlich die Stadt erreichten und schon die ersten Gondeln auf dem Wasser treiben sahen. Trotz der brütenden Hitze nutzten alle die Zeit, um sich die schöne Stadt genau anzuschauen. Auch die gewaltige Kirche auf dem St. Marco-Platz besuchten wir.

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Den folgenden Tag weihte uns ein Geigenbauer in seine Handwerkskunst ein und erklärte uns, wie der langwierige Prozess, eine Geige herzustellen, vonstattengeht.

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Daraufhin gab es eine kurze Pause, in der wir Zeit hatten, uns selbstständig in Bologna aufzuhalten. Viele flohen vor der unerwarteten Hitze oder nutzten die Zeit, um etwas zu Mittag zu essen. Anschließend wurden wir in die Arena del Sole geladen, ein großes Theater in Bologna, wo wir ein wenig Bühnenluft schnuppern durften und hinter die Kulissen gebracht wurden.

Obwohl die meisten nach diesem Tag sehr müde waren, gingen wir abends noch mit unseren Austauschschülern aus und lernten das Nachtleben Bolognas kennen.

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Bevor wir am nächsten Tag nach Ravenna fuhren, wo wir schließlich eine große Fahrradtour ans Meer hinter uns brachten, besuchten wir noch einmal den Unterricht der Bolognesi. Beim Sportunterricht kam der Lehrerin die Idee, Italiener und Deutsche in einer Art Handballmatch gegeneinander antreten zu lassen. Es war ein faires und anstrengendes Spiel, aber schließlich gewannen die Deutschen mit einem knappen Vorsprung.

Außerdem besuchten wir auch einen Pasta-Workshop, bei dem uns italienische Seniorinnen beibrachten, wie man selbstgemachte Tortellini herstellt. Alle hatten sehr viel Spaß, und bei der anschließenden Verköstigung durften wir unsere selbst hergestellten Tortellini einmal probieren.

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Anschließend stiegen wir zwei Kilometer Treppen; ein Weg, der uns direkt auf die Spitze eines Hügels in Bologna führte, auf welchem eine Kirche thronte. Herr Hoffmann, der italienische Lehrer, erwartete uns mit zwei Schülern, die uns Informationen über diesen Ort preisgaben.

Da dies unser letzter gemeinsamer Abend war, zogen wir zusammen noch abends durch die Straßen, bis wir schließlich in einer Bar landeten und auf den Austausch anstießen.

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Nach einem Museumsbesuch und letzten Aktivitäten mit den Austauschschülern, mussten wir schließlich „Lebewohl“ sagen und uns am Flughafen verabschieden. Während des Austausches sind einige Freundschaften geknüpft worden und wir hatten die Möglichkeit, das Leben in Italien mal ein wenig genauer unter die Lupe nehmen zu können. Eine tolle Erfahrung!

Lea Noll und Asimina Tassopoulou, Q2 [7/2013]