Zur Eröffnung einer Ausstellung fotografischer Arbeiten des Schulkünstlers Klaus Schneider-Grimm am Donnerstag, 19. September 2013 begrüßte Schulleiter U. Schmidt zahlreiche interessierte Besucher.

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In Kooperation mit der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Stiftung der Frankfurt Sparkasse 1822 Schulkünstlerprojekts, die durch die Geschäftsführerin der Stiftung, Frau Ottilie Wenzler, vertreten war, wird das Schulprojekt durch Herrn Schneider-Grimm an der ASS durchgeführt. Für den musikalischen Rahmen sorgte Julian Kessler, ein ehemaliger ASS-Schüler.

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Dieses Projekt ist auf ein Jahr angelegt, führte Herr Schmidt aus, Es beginne mit der Vorstellung unseres Schulkünstlers, Herrn Klaus Schneider-Grimm, der ja schon auf vielfältige Weise im Kontext der ASS in Erscheinung getreten ist und darum schon sehr bekannt sei:

Herr Schneider-Grimm hat verschiedene Schülerprojekte im Rahmen des Offenbacher Brückenschlags an der ASS durchgeführt, so z.B. die interessante Fotodokumentation eines Besuchs von ASS-Schülern bei der „documenta“ in Kassel. Er habe in der Projektwoche 2013 mit Schülern Entwürfe für das Foyer des Naturwissenschaftlichen Neubaus entwickelt. Er sei ein guter Geist bei der Gestaltung des Benefizkonzertes mit Frau Engel gewesen, das im August 2013 stattfand. Die Schulgemeinde schätze ihn als engagierten Lehrer, als Anreger, als Mann mit dem guten Blick, als technisch versierten Ideengeber und vieles mehr.

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Doch nun präsentiert er sich auch noch einmal von einer anderen Seite, von der Seite des selbst gestaltenden Künstlers. Die Ausstellung zeigt einen der Schwerpunkte seines künstlerischen Werkes: den Fotografen. Das Fotografieren erschöpft natürlich nicht seine künstlerische Tätigkeit, aber sie ist ein wichtiger Schwerpunkt seiner gegenwärtigen Arbeiten.

Die ausgestellten großformatigen Stillleben wirken einmal als Einzelbilder. Sie zeigen, so erläuterte Herr Schmidt, zufällig Gesehenes und „inszenieren“ es, indem sie dieses Gesehene in Szene setzen, sozusagen aus dem Ganzen herausholen und es in einen neuen Kontext stellen. Aus dem Zufälligen werde auf diese Weise etwas, das man sich genauer anschauen könne und müsse. Die Dinge veränderten sich, wenn man sie in Szene setze, sagte auch der Künstler Schneider-Grimm selbst, als er seinen Ansatz erläuterte.

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Diese Ausstellung stellt den Beginn des Projektes „Die letzten Dinge“ dar, das Herr Schneider-Grimm mit ASS-Schülern bearbeiten wird. Im Laufe dieses Projektes werden die Schüler die Bewohner eines Altenheims über ihr Leben befragen. In der Wahrnehmung dieser Menschen und in der Wahrnehmung ihrer jetzigen Lebenssituation die Schülerinnen und Schüler Dinge entdecken, die für die alten Menschen wichtig sind, nämlich „letzte Dinge“ am Ende eines langen Lebensweges.

Das Projekt ist für beide Seiten faszinierend, weil es vielschichtige Aspekte verbindet: Normalerweise sind Schule und Altenheim zwei verschiedene Welten, zwischen denen es nur selten und nur ausnahmsweise eine Verbindung gibt. Hier soll jedoch eine Verbindung gefunden. Junge Menschen gewinnen Einblicke in ein gelebtes Leben und werden damit konfrontiert, was davon bleibt. Das kann den Respekt für diese Lebensleistung fördern und es kann die Frage nach dem aufwerfen, was jeder einzelne denn mit seinem Leben anfangen will.

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Das Projekt schule den Blick, so Schmidt in seiner Ansprache, sensibilisiere für die anderen – und entwickele auch künstlerische und handwerkliche Kompetenzen.

Insofern knüpft das Projekt an die guten Traditionen künstlerischer Projekte an der ASS an. Die ASS ist stolz darauf, dass das Fach Kunst eine gewichtige Rolle an der Schule spielt.

Dank gilt der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Stiftung der Frankfurter Sparkasse 1822 für die großzügige Förderung dieses Projektes. Erst durch solche Kooperationen ist es möglich, jenseits des Fachunterrichts die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten künstlerischen Arbeitens Schülerinnen und Schülern erfahrbar zu machen.

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Dank gilt auch Herrn Schneider-Grimm für seine Bereitschaft, Schulkünstler an der ASS zu werden und für sein Engagement, mit dem er für Schülerinnen und Schülern Gegenwartskunst erfahrbar macht.

Dank gilt aber auch den Schülerinnen und Schülern, die sich auf solche Experimente einlassen. Es ist nicht selbstverständlich, sich auf das Ungewohnte einzulassen.

Dank gilt auch Frau Grimm, die wieder einmal (!) eine Veranstaltung liebevoll und erfolgreich vorbereitet und organisiert hat.

[Sdt/Lm, 9/2013]