Nun schon im vierten Jahr führte die Albert-Schweitzer-Schule und die Evangelische Jugend im Dekanat Offenbach als Kooperationspartner, vertreten durch die Dipl.-Päd. Stefanie Ludwig, ein Diakonie-Praktikum im evangelischen Religionsunterricht der höheren Klassen durch.

Die Ziele dieses Projektes sind, dass unsere Schülerinnen und Schüler Lerninhalte mit praktischen Erfahrungen vertiefen können, (vielleicht erste) Einblicke in einen diakonischen Arbeitsplatz erlangen und sich selbständig darum bemühen, auf was es im Bereich der sozialen Arbeit eigentlich ankommt.

Diakoniepraktikum 2013-1-kleinSchülerinnen und Schüler der 9. Klassen des Diakoniepraktikums bei einem Präsentationsabend im Advent

Die bisher angebotenen Praktikums-Plätze waren in verschiedenen Kitas, in ganz unterschiedlichen Arten von Hausaufgabenbetreuungen, in einem Seelsorge-Projekt der Erich-Kästner-Schule, einem offenen Nachmittags-Treff für Kinder in der „Paula“ (bisher: Paul-Gerhardt-Gemeinde) bzw. einem Treff für Mädchen in Bieber, in der Krankenhaus-Seelsorge in der Sana-Klinik Offenbach, in der „Seelsorge für Geistig-Behinderte“, beim „Luischen“ (einem Kaufhaus für sozial Schwächere), der „Tee-Stube“ (einem Wohnheim für Obdachlose) und in Altenheimen.

Kurz nach dem Schuljahresbeginn werden die Schüler/-innen erst über das Diakonie-Praktikum allgemein informiert, anschließend werden sie einerseits über die theoretischen Hintergründe zum Thema Diakonie unterrichtet und sollen andererseits über ihren jeweils aktuellen Stand des Praktikum-Verlaufs informieren. Der weiterhin regulär stattfindende Unterricht wird durch mindestens 4 Hospitations-Nachmittage in „ihrer“ sozialen Einrichtung erweitert.

Entweder Frau Ludwig oder Herr Kapp besuchen die Schülerinnen und Schüler einmal in ihrer Einrichtung und informieren sich über die dort angebotene Leistung bzw. über eventuelle Probleme. Die sonst übliche schriftliche Leistungskontrolle am Ende einer Unterrichtseinheit wird ersetzt durch eine Präsentation über die jeweilige Einrichtung, ihre Hintergründe und Besonderheiten. Diese sollen mit Fotos und Interviews interessant und allgemein verständlich gestaltet werden. So können Schüler/-innen in diesem Projekt das teilnehmende Beobachten sowie eine situationsabhängige Mitarbeit lernen.

Außerdem besuchten wir die Arbeitsräume des AWO-Heimes. In der Albert-Schweitzer-Schule fand an einem Dezemberabend 2013 eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse vor interessierten Eltern und Lehrerkolleg/-innen und den Leiter/-innen der jeweiligen diakonischen Einrichtungen statt.

Die Schulleitung wie auch der Fachbereich II unterstützen diese Idee des sozialen Lernens und wollen dieses Projekt gerne für alle Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs ausweiten. Zukünftig wird zu überlegen sein, wie das Angebot im Bereich des sozialen Lernens an unserer Schule ausgeweitet und vertieft werden kann.

Diakoniepraktikum 2013-2-kleinTeilnehmer/-innen des Diakonieprojekts im Schuljahr 2013/14 mit Dipl. päd. Stefanie Ludwig und Pfarrer Martin Kapp

[Kap – 2/2014]