Konzept Projekt „Schule und Gesundheit“

1. Schulprofil und Gesundheit:

„Das zentrale Ziel von Schule und Gesundheit ist eine
Verbesserung der 
Bildungsqualität durch eine
nachweisbar gesteigerte Gesundheitsqualität“. HKM

Die gesundheitsfördernde Schule ist eine Schule, an der das Thema Gesundheit eine große Bedeutung im Schulentwicklungsprozess gewinnt.

Das Projekt Schule und Gesundheit ist ein eigenes Arbeitsfeld des Hessischen Kultusministeriums, in dem Bildungsqualität anhand einer gesteigerten Gesundheitsqualität vorgesehen ist. Gesundheits-förderung wird als Prozess der Schulentwicklung betrachtet.

 

Das Projekt Schule und Gesundheit gehört zum Schulprofil der Albert-Schweitzer-Schule. Darüber hinaus hat die Schule in ihrer Konkretisierung des Schulprogramms „Bedingungen für erfolgreiches Lernen schaffen“ beschlossen, um die gesundheitliche Situation der Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrern durch Bewegungs-, Ernährungs-, Gewaltpräventions- und Lehrergesund-heitsangebote zu verbessern. Die Schule wird unter Mitwirkung, Engagement und Verantwortung der gesamten Schulgemeinde Schritt für Schritt gesundheitsfördernd als Lebens-, Lern-, und Ar-beitsfeld entwickelt. (siehe Anlage „Bestandsaufnahme „Gesunde Schule“ Was gibt es an unserer Schule?“)

Darüber hinaus will das Projekt Schule und Gesundheit zusammen mit Kolleginnen, Kollegen, Schülerinnen, Schülern, Schulleitung und Eltern spezifische gesundheitliche Themen des Schulalltags berücksichtigen wie Lärm in der Schule, das tägliche Frühstück, die Achtsamkeit im Schulalltag, und die Zunahme an Bewegungsmangel in den Schulpausen, die die Schulleistungen von Schülerinnen und Schülern sehr beeinflussen können.

Das Projekt „Schule und Gesundheit“ wird im Auftrag des Schulprogramms mit Hilfe eines Leitbildes konzipiert und gestaltet, das Bedingungen für Gesundheit umfassend reflektiert.

„Gesundheit wird von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt: Dort, wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben. Gesundheit entsteht dadurch, dass man sich um sich selbst und für andere sorgt, dass man in die Lage versetzt ist, selber Entscheidungen zu fällen und eine Kontrolle über die eigenen Lebensumstände auszuüben, sowie dadurch, dass die Gesellschaft, in der man lebt, Bedingungen herstellt, die all ihren Bürgern Gesundheit  ermöglichen.“
(Ottawa Charta, 1986)

2. Der modulare Aufbau der Zertifizierung:

Das Hessische Kultusministerium bietet Teilzertifizierungen in sechs Themenfeldern, die in zwei Gruppen eingeteilt sind:

  • Gruppe A: Ernährungs- und Verbraucherbildung, Bewegung und Wahrnehmung sowie Sucht- und Gewaltprävention
  • Gruppe B: Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern, Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung und Verkehrserziehung/Mobilitätsbildung

Diese Teilzertifizierungen ermöglichen eine kontinuierliche pädagogische Arbeit im und außerhalb des Unterrichtes, die die Gesundheit in den Vordergrund der Schulentwicklung stellt.

Eine Gesamtzertifizierung besteht aus allen drei Bereichen der Gruppe A und einem Bereich der Gruppe B. D.h., es werden vier Teilzertifikate für die Beantragung des Gesamtzertifikats „Gesundheitsfördernde Schule“ benötigt. Mehr Information über das Thema „Schule und Gesundheit“ finden Sie auf der Webseite des Hessischen Kultusministeriums unter „Der Weg zum Zertifikat“.

Die Albert-Schweitzer-Schule hat sich in der AG „Gesunde Schule“ am pädagogischen Tag (27.2.2013) für den Teilbereich „Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern“ der Gruppe B entschieden.

2.1 Bereich „Bewegung und Wahrnehmung“ ist zertifiziert!

Am 29. Juni 2015 übergab Herr Christian Petrak, Fachberater Schule und Gesundheit, im Rahmen der Gesamtkonferenz im Auftrag des Staatlichen Schulamtes für den Landkreis Offenbach und die Stadt Offenbach am Main das Teilzertifikat im Bereich „Bewegung und Wahrnehmung“ an die Albert-Schweitzer-Schule.

Auf dem Weg zur Zertifizierung als „Gesundheitsfördernde Schule“ erreicht die Schule die erste Teilzertifizierung von vier Bereichen: Bewegung und Wahrnehmung, Ernährungs- und Verbraucherbildung, Sucht- und Gewaltprävention  und Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern.

Warum bekommt die Albert-Schweitzer-Schule eine Anerkennung für das pädagogisches Handeln im Bereich „Bewegung und Wahrnehmung? In der Albert-Schweitzer-Schule werden Projekte bzw. Programme für die Förderung der Bewegungskultur und der Wahrnehmung  nach den Gesundheitsqualitätsdimensionen „Lehren und Lernen“, „Arbeitsplatz und Lebensraum“ und „Gesundheitsmanagement“ durchgeführt. Diese Maßnahmen wurden durch das Gesundheitsteam und die Schulleitung dokumentiert und evaluiert. Zuletzt erfolgte eine Fremdbewertung durch das Staatliche Schulamt Offenbach am Main.

Resultat: die Albert-Schweitzer-Schule erfüllt die Qualitätskriterien für das Teilzertifikat.

Beispiele für die Zertifizierung sind:

Bewegungsfördernde Anlässe (z. B. Bewegungs- und Entspannungspausen) sind im alltäglichen Unterricht verankert:

  • Darstellendes Spiel, Sport und Fremdsprachen methodisch integriert
  • tabellarische Übersicht über beteiligte Fächer, Lernbereiche, Angebote, Jahrgänge
  • Klassenfahrt mit sportlichem Schwerpunkt (Jg. 8)
  • Sportklasse(n)
  • außerunterrichtlicher Schulsport:
    – AGs (Volleyball, Tennis, Break-Dance, Hip-Hop, Fitness…)
    – Bewegte Pause
    – Schulsportfeste
    – Wettbewerbe
  • Talentförderung
  • Sportabzeichen
  • Frühbetreuung mit Entspannung und Bewegung
  • Wahlunterricht „Gesunde Schule“

Angebote zum Ausgleich von Haltungs- und Bewegungsschwächen werden extern vermittelt:

  • Förderschwimmen für SuS mit Bewegungsdefiziten
  • reger Austausch mit UKH (Unfallkasse Hessen)  zum Thema Haltungsschwächen (Ordner vorhanden)
  • Kooperation mit MAS (Medical Airport Service GmbH)
  • Kooperation mit Vereinen (HTV, OFC, TTV, EOSC)

Schulinterne Lösungen einer bewegungsfördernden Schulkultur (z.B. Pausenhof- und Pausen-zeiten-Gestaltung) sind etabliert:

  • Konzept „Bewegte Schule“ im Schulprogramm dargestellt
  • Bewegte Pause
  • Fitnessraum
  • Sportangebote von Lehrern für Lehrer (Lauftreff, Volleyball, Fußball…)
  • Sportprojekte

Absprachen zwischen Schule, Schüler/innen und Eltern (ggf. Erziehungsvereinbarungen) sichern die Zusammenarbeit:

  • Informationselternabende
  • Sprechstunden und „Klopfzeiten“
  • Arbeitsgruppe „Gesunde Schule“ unter Beteiligung von Lehrkräften, Eltern und SchülerInnen
  • Regeln zur Teilnahme an der Bewegten Pause
  • Erziehungsvereinbarung

Ruhe- und Rückzugsräume zur individuellen Entspannung und Erholung werden genutzt:

  • „Klopfzeiten“ am Lehrerzimmer
  • Lehrerruheraum (B.204)
  • Mediathek als Rückzugs-, Lern- und Arbeitsraum für SuS
  • Cafeteria als Aufenthaltsbereich für SuS
  • Frühbetreuung  („Häuschen“)

Kontakte zu außerschulischen Experten und Partnern werden kontinuierlich gepflegt (z.B. fachliche Unterstützung, Außendarstellung):

  • Aufbau eines Netzwerks von außerschulischen Partnern
  • zahlreiche Kooperationen
    – MAS (Medical Airport Service GmbH)
    – Vereine (EOSC, OFC…)
    – UKH (Unfallkasse Hessen)
    – Stadt Offenbach
    – Skyliners Frankfurt
    – ASB

Alle themenbezogenen Aktivitäten werden durch eine Gruppe schulintern dokumentiert:

  • Steuerungsgruppe Gesundheitsmanagement: Herr Marco Camacho López (Leitung), Herr Winkler, Herr Petersen, Herr Alvarez, zusätzlich
  • Gesundheits-Arbeitsgruppe unter Beteiligung von Eltern, Lehrkräften und SchülerInnen
  • Homepage
  • Presseberichte
  • Protokolle

Die Zertifizierung im Bereich „Bewegung und Wahrnehmung“ ist die große Anerkennung an die pädagogische Arbeit von Eltern, Schülerinnen, Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, die an der Schule zahlreiche Angebote für die Förderung einer Kultur der Freude an Spiel, Sport und Bewegung und  auch an die Gelassenheit durch Entspannung und Wahrnehmung ermöglichen.

2.2  Bereiche Sucht- und Gewaltprävention, Ernährungs- und Verbraucherbildung und Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern

Die Gesamtkonferenz  hat am 3.11.2016  den Antrag auf eine Teilzertifizierung in den Bereichen „Sucht- und Gewaltprävention“, „Ernährungs- und Verbraucherbildung“ und „Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern“ beschlossen.

Die verschiedenen Teilzertifizierungen des Programms „Schule und Gesundheit“ systematisieren diese Bemühungen um eine gesunde Schule und führen sie so zusammen, dass sie unserem Schulprogramm entsprechen. Sie ermöglichen eine kontinuierliche pädagogische Arbeit in und außerhalb des Unterrichts, um die Gesundheit zu einem wichtigen Faktor der Schulentwicklung zu machen.

Die Albert-Schweitzer-Schule ist im Bereich „Bewegung und Wahrnehmung“ zertifiziert. Mit der Teilzertifizierung der oben genannten drei Bereiche streben wir die Gesamtzertifizierung an. Voraussetzung für eine  Gesamtzertifizierung sind außerdem Nachweise der Tätigkeit in allen vier Bereichen.

Zur Zeit arbeitet das Gesundheitsteams der Schule an der Evaluation der vorhandenen Maßnahmen und Projekte im Bereich Sucht- und Gewaltprävention.

Wir hoffen, dass wir den Antrag auf eine weitere Teilzertifizierung beim Staatlichen Schulamt Offenbach im Laufe des aktuellen Schuljahres 2017/18 stellen können.

3. Gesundheitsmanagement

Koordination/Beauftragter
Herr Camacho López

Gesundheitsteam
Herr Kreher – Koordination Bereich  Bewegung und Wahrnehmung
Herr Álvarez – Koordination Bereich Ernährungs- und Verbraucherbildung
Herr Winkler – Koordination Bereich Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern
Herr Petersen – Koordination Bereich Sucht- und Gewaltprävention
Herr Camacho López

Arbeitsgruppe
Eltern: Frau Timm und Herr Yildiz
Schülerschaft: Mihriban Yildiz (E1), Arne Timm (Q1), Dustin Bogatirschi (E1), Dilara Baytemir (E1), Zeynep Erdogan (E1), Philipp Dukas (E1) und SV
Schulleitung: Frau Lorz (AG Schulprofil) und Herr Schmidt (Schulleiter)
Lehrerinnen und Lehrer: Herr Álvarez, Herr v. Caprivi, Frau Flores,  Herr Kreher, Frau Ertmer, Frau Gehrman, Herr Petersen, Frau Tsatsa, Herr Winkler und Herr Camacho López

4. Zusammenarbeit und Vernetzung

  • Fach Biologie (Ernährung)
  • Fach Sport (Bewegung und Wahrnehmung; Lehrergesundheit)
  • PiT Programm (Gewaltprävention)
  • UNESCO (Gewaltprävention; Bewegung und Wahrnehmung)
  • Interkulturalität (Gewaltprävention, Bewegung und Wahrnehmung, Ernährung)
  • Suchtprävention (Gewalt- und Suchtprävention)
  • AG Arbeitsklima (Lehrergesundheit)
  • Ganztagsprogramm (Bewegung und Wahrnehmung, Ernährung, Gewaltprävention)
  • Wahlunterricht Soziales Lernen „Mathildenschule-Projekt“ (Gewaltprävention)
  • Wahlunterricht Gesunde Schule ( Bewegung und Wahrnehmung, Ernährung)
  • Arbeitsgruppe bzw. Arbeitsbereiche des Schulprofils

5. Bestandsaufnahme „Gesunde Schule“ – Was gibt es an unserer Schule?

6. Zusammenarbeit und Vernetzung

Bereich Bewegung und Wahrnehmung

Bereich Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern

Bereich Ernährungs- und Verbraucherbildung

Bereich Sucht- Gewaltprävention

Marco Camacho López
[Stand: 12/2017]