So geht es immer los, wenn Herr Tuma vom ADAC das Verkehrssicherheitstraining in einer 5. Klasse einleitet: Erst einmal die Klasse auf Kurs bringen, Aufmerksamkeit erzeugen und Disziplin herstellen. Auch mal den einen oder anderen „Schwätzer“ vor die Tür stellen. Aber anders geht es auch nicht. Denn wenn es um die Sicherheit im Straßenverkehr geht, sind Disziplin und Aufmerksamkeit das A und O.

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Wenn die Kinder dann aber verstanden haben, worauf es Herrn Tuma ankommt, merken sie schnell: Der kann auch lustig sein – und vor allem interessant! Sehr schülerorientiert werden wichtige Fragen geklärt: Ab wann darf man eigentlich vorne im Auto sitzen? Was hat das mit der Körpergröße, dem Alter oder dem Knochenbau zu tun? Und wie lange braucht der Tom eigentlich, um stehen zu bleiben, wenn er nach einem Sprint voll abbremst?

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Die letzte Frage leitet direkt von der Theoriestunde in die Praxis über. Es geht raus auf den Schulhof, der ist glücklicherweise gerade leer, schließlich befindet sich der Rest der Schüler- und Lehrerschaft im Unterricht und arbeitet konzentriert. Wenn es dann aber zum Bremstest kommt, ist es vorbei mit der Idylle. Man hört quietschende Reifen, lachende Kinder und begeisterndes Kreischen, wenn die Fahrt vorbei ist. Da steckt auch schon mal der eine oder andere Lehrer den Kopf aus dem Lehrerzimmer um interessiert zuzuschauen.

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Immer 3-4 Kinder können gleichzeitig zu Herrn Tuma in das Auto, dann dreht er ein paar Runden auf dem Schulhof und zum Abschluss steigt er, bei immerhin 30km/h, voll in die Eisen. Klar, wissen die Kinder, was kommt, aber trotzdem ruckt der Kopf nach vorne, wird der Körper unsanft in den Gurt gepresst.

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So lernen die Kinder, dass es eben nicht ganz so einfach ist, schnell mal eben stehen zu bleiben mit einem Auto. Auch als Fußgänger sollte man vorausschauend handeln und den Straßenverkehr aufmerksam beobachten. Schließlich kann man nie wissen, ob der nächste Autofahrer sich auch wirklich an das vorgeschriebene Tempolimit hält. Zwei Stunden Verkehrssicherheitstraining, die dafür sorgen, dass die Kinder diese Lektion hoffentlich nicht so schnell vergessen werden.

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Und so freuen wir uns, wenn es auch im nächsten Jahr wieder heißt: „Mein Name ist Tuma – Thomas Tuma!“

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[Pet – 11/2014]