Am Donnerstag, dem 5. Februar 2015, fand von 8:30 bis 16:30 Uhr in der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Offenbach das Berufsinfoseminar der Qualifikationsphase 2 (Q2) statt.

Berufsinfoseminar 2015-1

Nach einer kurzen Begrüßung seitens der Lehrkräfte, der IHK sowie der Bundesagentur für Arbeit wählten wir uns in insgesamt zwei Durchgängen in je eins von vier Modulen ein. Es wurden die Module „Studium“,Duales Studium“, „Brückenjahr mit Schwerpunkt Ausland“ sowie „Betriebliche Berufsausbildung“ angeboten.

Ich wählte im ersten Durchgang das Modul „Studium“, welches von Herrn Huber, der als Abiturientenberater in der Bundesagentur für Arbeit in Frankfurt tätig ist, geleitet wurde.

Er informierte uns darüber, dass es etwa 9.750 Studiengänge gebe und empfahl uns das kostenlose Handbuch „Studien- & Berufswahl“ der Bundesagentur für Arbeit und den Ländern der BRD. Dieses führt alle Studiengänge auf und informiert, wo sie angeboten werden. Des Weiteren erläuterte Herr Huber das Bewerbungs- und Aufnahmeverfahren mit und ohne Zulassungsbeschränkung. Außerdem gab er an, dass sich die Studiengebühren für Frankfurt derzeit auf etwa 360 € pro Hochschulsemester belaufen, in denen aber schon das RMV-Ticket inbegriffen sei.

Im zweiten Durchgang besuchte ich das Modul „Duales Studium“, welches von Herrn Völker von der Bundesagentur für Arbeit Offenbach geleitet wurde. Er erklärte, dass die Bewerbungen für ein „Duales Studium“ in diesem Jahr schon im März anfingen und Eignungstests an der Tagesordnung seien. Im Rahmen des Dualen Studiums werde ein Vertrag unterschrieben, der die Praxisphasen regle und ein monatliches Gehalt festlege, was sich an dem bzw. der Auszubildenden orientiere.

Beim Dualen Studium profitiere man von kleineren Lerngruppen und habe dadurch ein persönlicheres Verhältnis zu seinem Professor. Außerdem sei es eine abwechslungsreiche, praxisnahe Alternative zum normalen Studium, wobei es aufgrund der kompakten Struktur, die sich aus dem Wechsel von Studiums- und berufspraktischen Phasen ergibt, auch anstrengender sein könne. Bei großen Unternehmen würden allerdings auch schon einmal 1000 Bewerber auf einen Platz für ein Duales Studium anfallen.

Adressen für duale Studiengänge seien über die IHK, das Arbeitsamt und bei den Fachhochschulen erhältlich.

Beide Module waren sehr informativ und haben einen guten, orientierenden Einblick gegeben.

Nach der Mittagspause hielt Frau Fuchs von der Städtischen Sparkasse Offenbach einen sehr hilfreichen Vortrag über die Hürden bis zum Arbeitsvertrag.

Zunächst führte sie aus, wie eine gute Bewerbungsmappe auszusehen habe. Anschließend bekamen wir einen praktischen Einblick zur Hürde der Eignungstests, indem wir in den Bereichen Prozentrechnung, Konzentration und Grafik selbst aktiv wurden. Das war für uns eine gute Übung, insbesondere im Hinblick auf den dabei zu erwartenden Zeitdruck. Sie empfahl uns, vor einem Eignungstest das Prüfungsformat mit Aufgaben aus dem Internet oder mit speziellen Büchern zu üben.

Dann besprachen wir einige Verhaltensregeln während eines Vorstellungsgespräches und welche Fallen es geben könne.

Anschließend simulierten wir in vier Gruppen ein Assessmentcenter, eine Form des Personalauswahlverfahrens. Bei einer Gruppendiskussion zum Thema „Facebook – Gefahren und Lösungen von Social Media“ diskutierte eine Hälfte der Gruppe, während die andere Hälfte einen ihr zugeteilten „Paten“ beobachtete. Anschließend gab der „Pate“ ein Feedback, in dem er die Außenwirkung des anderen beurteilte. Auch Herr Hinkel von der Barmer GEK, der eines der simulierten Assessmentcenter leitete, gab eine Beurteilung ab sowie hilfreiche Tipps zur Präsentation. Zudem brachte er eigene Erfahrungen mit Assessmentcentern ein.

Danach war die zweite Hälfte der Gruppe an der Reihe. Freiwillige hielten eine freie Rede über Themen wie z.B. „Kopftuchverbot auf dem Arbeitsplatz?“.

Die Veranstaltung endete mit einem anonymen Feedback zur Veranstaltung.

Lisa Römer [Q1 – 2/2015]