Studienfeldbezogener Beratungstest – Orientierung auf dem Weg zur Wahl eines Studiengangs

Am 5. und 6. Dezember 2016 hatten Schülerinnen und Schüler der Q1 und Q3 an der ASS die Möglichkeit, sich in einem nach dem Abitur vorstellbaren Studiengang bei einem  „Studienfeld-bezogenen Beratungstest“ der „Agentur für Arbeit“ prüfen zu lassen.

Nach acht bzw. neun Jahren Gymnasium sind viele Abiturienten orientierungslos und stehen vor der  großen Frage: Was möchte ich nach der Schule machen? Um die Schüler auf die spätere Studien-bzw. Berufsvorwahl vorzubereiten gibt es ein breites Angebot an der ASS, wie z.B. die Studien- und Berufsberatung, Berufsinfoseminare und den Studienfeldbezogene Beratungsfest.

In den Bereichen Mathematik/Informatik, Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften,  Ingenieurwissenschaften, Philologische Studiengänge und Rechtswissenschaften konnte man den Test ablegen. Die Aufgaben werden in Kooperation mit den jeweiligen Fachbereichen von Uni­ver­sitäten entwickelt und sollen eine Rückmeldung darüber geben, inwieweit man für einen Studien­gang geeignet ist. Man wurde mit  fachtypischen Problemstellungen und Denkweise  konfrontiert und gewann somit einen kleinen Einblick und eine Vorstellung über die Aufgaben und Anforderungen in seinem Wunschstudiengang. Es ist eine Entscheidungshilfe um herauszufinden, ob man zum einem den Anforderungen des Studiengangs gerecht werden könnte und zum anderen, ob es den Vorstel­lungen und Eindrücken entspricht, die man vorher von dem jeweiligen Studienfach hatte.

Alle Tests dauerten je nach Bereich ca. zwei bis drei Stunden, in denen es unterschiedliche Aufgaben­blöcke gab, bei denen jeweils eine maximale Bearbeitungszeit festgelegt war.  Die Fragen bezogen sich dabei weit über den schulischen Unterrichtsstoff hinaus, sodass ein gewisser Transferanteil ge­fordert wurde. Im Bereich Naturwissenschaften gab es zum Beispiel zwei Aufgabenblöcke, wobei das naturwissenschaftliche Grundverständnis und die Fähigkeit Diagramme zu interpretieren und zu deu­ten getestet wurde.

Nachdem der Test relativ zeitnah ausgewertet worden war, konnte man sich anschließend individuell von einem Psychologen über das erzielte Ergebnis beraten lassen. Dies gab es in einer differenzierten Form von Einstufungen zwischen weit unterdurchschnittlich bis weit überdurchschnittlich. Bevor man das Ergebnis erhielt, sprach man mit dem Psychologen über allgemeine Interessen, Fragen wie z.B. wieso man sich für dieses Fach interessiere und welche Leistungen man in diesem Fach in den ver­gan­genen Jahren erbracht hatte. Dadurch konnte der Psychologe am Ende des Gespräches eine un­ge­fähre Einschätzung mit dem im Test erzielten Ergebnis aussprechen. Die Psychologen erwähnten allerdings auch, dass man den Test nicht zu sehr bei seiner Studienwahl gewichten dürfe. Wenn man fest davon überzeugt sei, dass der Studiengang perfekt auf einen zutreffe, dürfe man sich durch den Test nicht davon abhalten lassen.

Der Studienfeldbezogene Beratungstest ist eine gute Möglichkeit um einen Einblick über die Auf­gaben, Anforderungen und Denkweisen in dem jeweiligen Studienfach zu gewinnen. Außerdem kann einen das Ergebnis einerseits in seinen Plänen das Fach zu studieren, bestärken und motivieren, andererseits auch verunsichern und eventuell dazu anregen, seinen Horizont für andere Studien­gänge zu erweitern und sich auch noch mit anderen Fächern auseinanderzusetzen. Somit ist der Test eine gute Hilfe für Unentschlossene  auf dem Weg zum richtigen Studium die Orientierung zu finden.

Franziska Walther (Q2 – 2/2017)