Am 24. November 2017 nahmen die beiden Biologie-Leistungskurse aus der Q1 von Frau Göttig und Frau Schubert an einem Genetik-Fachtag teil.

An diesem Tag konnten wir unseren eigenen genetischen Fingerabdruck erstellen, der bei jedem Menschen individuell ist. Der genetische Fingerabdruck wird oft in der Kriminologie verwendet, um die DNA des möglichen Täters mit DNA-Spuren am Tatort zu vergleichen.

Die DNA wurde aus einer Speichelprobe (Mundschleimhautzellen) gewonnen und mit Restriktionsenzymen verdaut. Dabei wurde mit Hilfe von Restriktionsenzymen („Schneideenzyme“) an bestimmten Stellen der DNA geschnitten, sodass verschieden lange DNA-Fragmente (Bruchteile der DNA) entstanden. Anschließend wurden die Fragmente durch die PCR (Polymerase-Ketten-Reaktion) vervielfältigt. Durch die Gelelektrophorese konnte man schließlich die DNA-Fragmente auftrennen, um somit das DNA-Muster des Verdächtigen mit dem des Tatorts zu vergleichen.

 

Als erstes lernten wir, mit dem Equipment umzugehen. Wir lernten mit den Pipetten, die wir durchgängig bei der Gelelektrophorese brauchten, umzugehen, Hierbei lag der Schwerpunkt bei der Volumenregulierung sowie Einsaugen und Ablassen von Tinte. Danach gaben wir unsere DNA in ein kleines Reaktionsgefäß (Tube), welches in den PCR-Thermocycler gegeben wurde. Der DNA-Doppelstrang wurde durch die Hitze zu 2 DNA-Einzelsträngen aufgetrennt, die dann kopiert werden, sodass man eine größere Menge der DNA-Fragmenten hat.

Dieser Schritt muss vor dem Vergleichen der DNA des Verdächtigen und der DNA-Probe vom Tatort gemacht werden, falls man eine geringe Menge an DNA hat.

Nun kann die Gelelektrophorese ablaufen. Die DNA wird in Taschen des Agarose-Gels pipettiert. Durch Strom werden die Fragmente voneinander getrennt und da DNA negativ geladen ist, wandert sie je nach Größe und Ladung in Pluspol-Richtung (Anode). Somit hat man die DNA-Bandenmuster, welche man mit anderen vergleichen kann.

Insgesamt fanden wir den Tag informativ. Es war sehr interessant, uns in die Arbeit eines Kriminologen versetzen zu können.

Wir danken unseren Bio-LK-Lehrerinnen Frau Schubert und Frau Göttig, dass sie uns einen Einblick in den Alltag eines Biologen ermöglicht haben.

„Das CSI-Mainhattan“ Projekt wurde von Dr. Christina Schultheis und Alexander Rotthues von der Paul-Ehrlich-Schule in Frankfurt am Main entwickelt csi@paul-ehrlich-schule.de.

Rania Akhouaji, Can Ince (beide Q1)
[12/2017]