Besuch des RequiSIT-Theaters zur Suchtprävention, welches die 9. Jahrgangsstufe am 12.12.2017 erleben durfte

Einmal süchtig – immer süchtig?

Ja, jedoch heißt das nicht, dass man auch immer abhängig ist, wie uns die charismatischen Mitglieder des Improvisation Theaters „RequiSIT“ aus ihren eigenen Erfahrungen erzählen konnten. Zuvor jedoch führten sie ohne jegliche Hemmungen die verschiedensten Gegebenheiten auf Basis unserer Zurufe auf. Zu Anfang wussten die meisten Schüler nicht so recht, etwas mit den Schauspielern anzufangen. Dies hielt nicht lange an, da die kreativen und lustigen Schauspieler unbekümmert unsere Begriffe aufnahmen und einfach weitermachten. Ein paar mutige Schüler haben sich so schließlich sogar getraut, näher an die Bühne heranzugehen und Souffleur zu spielen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte so ziemlich jeder schon längst vergessen, dass die Darsteller alle einmal abhängig waren. Das war auch für alle so egal geworden, da man kaum noch aus dem Lachen rauskam. Zudem konnte man gar nicht glauben, dass diese Menschen, die gerade vor einem standen und voller Freude und Lust geradezu strahlten, süchtig sein sollten. Schließlich wirkten die ja „ganz normal“, vielleicht sogar mit besonders großer Lebenslust und Begeisterung.

Die schweren Schicksale dieser Personen fielen uns Schülern erst im zweiten Teil wieder ein. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt und hörten nun mit eigenen Ohren, was die Abhängigkeit mit diesen Menschen macht. Klar, wussten wir alle schon vorher, was Drogen und Abhängigkeit mit einem anstellen können. Jedoch hat dieses Gespräch direkt mit einem Betroffenem einem noch klarer gemacht, wie schlimm so etwas doch ist.

Zum Glück sind die Mitglieder des RequiSIt-Theaters der lebende Beweis dafür, dass es auch ein „Happy End“ geben kann. Zwar sind sie alle für ihr Leben gezeichnet, doch können sie ein Leben ohne Drogen führen.

Elias Paul Kapp (9e)
[2/2018]