Wie haben römische Soldaten am Limes gelebt? – Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, fuhren die Lateinschülerinnen und -schüler der sechsten Klassen am 12. April auf einen Tagesausflug zur Saalburg. Zwei interessierte Lateiner der Jahrgangsstufe 7 ergänzten die Gruppe.

Bei herrlichem Wetter kamen wir nach der Fahrt nach Bad Homburg an der Saalburg an. Doch bevor wir diese betraten, wanderten wir zur ehemaligen Grenze des römischen Reiches. Hier hatten die Römer eine Grenzanlage, den Limes, errichtet, um ‚wilde‘ Germanenstämme daran zu hindern, die römischen Provinzen zu überfallen. Die 550 km lange Grenzbefestigung der Römer zwischen Donau und Rhein war früher mit Wachtürmen, Holzpalisaden, Steinmauern, Erdwällen und Kastellen wie der Saalburg befestigt. Heute zählt der Limes zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Danach ging es weiter zur Saalburg, die wir nach einem kurzen Informationsfilm mit einer Rallye selbst erkunden konnten. Zu bestaunen gab es unter anderem Mannschaftsschlafsäle, eine Knochenschnitzerwerkstatt, eine Garküche und eine römische TABERNA, in der man sich neben Eis und Spaghetti auch mit römischen Speisen stärken konnte.

Im ehemaligen Getreidespeicher konnten in Vitrinen Fundstücke aus der Römerzeit bestaunt werden. Besonders die Schuhe könnten heute durchaus als modisch gelten.

Nach einer kurzen Pause kamen wir in den Genuss einer einstündigen Führung, in welcher wir viel Wissenswertes über die Saalburg, römische Soldaten und das römische Reich erfuhren.

Ein besonderes Highlight war die Ausrüstung der römischen Soldaten. Allein der Schild war so schwer, dass wir ihn nicht lange halten konnten.

Nach diesem schönen Ausflug kamen wir am Nachmittag glücklich, aber auch müde, wieder an der Albert-Schweitzer-Schule an.

[Ill – 4/2018]