Presseerklärung – „Offenbach is almost interesting“

In Kooperation mit dem Haus der Stadtgeschichte Offenbach und großzügig gefördert durch „kunstvoll“, das kulturelle Bildungsprogramm des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, forschen unterschiedliche Schülergruppen der Albert-Schweitzer-Schule Offenbach im Rahmen des Projektes „Offenbach is almost interesting“ nach dem „alten“ sowie „neuen“ Offenbach. Mit „kunstvoll“ unterstützt der gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH die Zusammenarbeit zwischen Kulturschaffenden und Schulen. Ziel in den „kunstvoll“-Projekten ist es, theoretisches Wissen aus dem Schulunterricht unter fachkundiger Anleitung in die kreative Praxis zu überführen, durch eigene Erfahrungen der Schülerinnen und Schülern anzureichern und in einem konkreten Projekt in die Tat umzusetzen.

Gemeinsam mit der Autorin Silke Scheuermann sowie der Schauspielerin Sarah Baumann sind im Rahmen des Projektes zahlreiche Texte zu den Ausstellungsobjekten des Stadtmuseums entstanden. Zudem hat eine weitere Schülergruppe unter Leitung von Eleni Tsatsa einen Film zu „ihrem Offenbach“ gedreht und hierbei Offenbacher Bürger in unterschiedlichen Teilen Offenbachs befragt. Entstanden ist ein knapp 10-minütiger Film, der in Kooperation mit der Medienetage des Kinder-, Jugend- und Kulturzentrums Sandgasse bearbeitet wurde. Beleuchtet werden hierbei sowohl die Licht- als auch Schattenseiten einer Stadt, die sich in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder neu erfinden musste und erfand. Vom kleinen beschaulichen Erholungsort im Grünen zur Zeit Goethes, zur „Lederhauptstadt“ Anfang des 20. Jahrhunderts, bis heute zum Musterbeispiel für Integration und sozialem Zusammenleben unterschiedlichster Nationen.

Dabei nimmt die Albert-Schweitzer-Schule als Gymnasium mit einem besonders interessantem Schulprofil ebenfalls eine besondere Rolle ein. Ehemals gegründet als Mädchengymnasium, gehört sie heute hessenweit zu den ersten Gymnasien, die ein umfangreicheres gymnasiales Förderkonzept erarbeiten, um auch Schülern aus bildungsfernen Elternhäusern eine gymnasiale Bildung zu ermöglichen. Als Schule mit dem Zertifikat „Schule ohne Rassismus“ ist die Schule besonders stolz auf ihre Schulgemeinde, in der Jugendliche aus unterschiedlichsten Kulturen gemeinsam lernen und zusammenarbeiten. Alle schulischen Akteure verbindet eine starke Verbindung zum kulturellen Schmelztiegel Offenbach, der sich in vielseitigen kulturellen Projekten und der Rolle der ASS als UNESCO Schule widerspiegelt.

Neben mehreren kulturellen Institutionen Offenbachs wie der Steinmetz’schen Buchhandlung, dem Musikhaus André, dem Leder- sowie Klingspormuseum, dem Offenbacher Kulturamt, der Offenbacher Zeitschrift „Mut und Liebe“ oder dem Theater im t-raum, welche Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c unter Leitung Ihres Klassenlehrers Herrn Sebastian Krämer mit Podcasts sowie kurzen Reportagen vorstellen, soll auch auf die besonders spannende Geschichte der Albert-Schweitzer-Schule nicht unerwähnt bleiben.

Bei der Präsentation der Projektergebnisse am 29. Mai 2018, um 18:00 Uhr im Haus der Stadtgeschichte laden gleich drei Oberstufenkurse unter Leitung von Dr. Nino Biccari zu einer theatralen Stadtführung durch die Geschichte Offenbachs ein. Anhand unterschiedlicher szenischer Stationen im Stadtmuseum werden die Oberstufenschüler der ASS die Exponate des wunderschön gestalteten Museums in neuer Form erscheinen lassen und laden das Publikum zu einer kurzen Zeitreise ein. Eine Auswahl der Texte sowie auch der entstandene Film werden bei der Ergebnispräsentation zu hören und zu sehen sein.

Die Ergebnisse des Projektes werden am 29. Mai im Haus der Stadtgeschichte (ab 18:00 Uhr) zu bestaunen sein.

[Krä – 5/2018]