Bericht über die 3. Runde des Wettbewerbs „Chemie – die stimmt!“ für Hessen

Nachdem am 14. März 2018 die Klausur der allerersten Zweiten Runde des Chemiewettbewerbs „Chemie-die-stimmt!“ geschrieben wurde und Christos Assiklaris den 3. Platz in der Landesrunde belegte, fand vom 12.-15. Juni 2018 die 3. Runde der Länder Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen statt. Dort traten die 60 Sieger der verschiedenen Bundesländer gegeneinander an. Darunter waren sechs Schüler aus Hessen.

Am Tag der Anreise trafen wir uns am Frankfurter Hauptbahnhof. Zusammen fuhren wir mit dem ICE nach Merseburg, wo die 3. Runde stattfand. Nach ungefähr fünf Stunden Fahrt, bei der wir uns kennenlernten und uns aufgeregt über die kommenden Tage austauschten, kamen wir an unserem Reiseziel an. Nach dem Abendessen, bei dem der Ablauf der kommenden Tage erläutert und die Betreuer und Lehrer vorgestellt wurden, war Zeit für Freizeit, die jedoch die meisten fürs Lernen nutzten. Denn Klausur und praktische Prüfung, bei denen jeder sein Bestes zeigen wollte, standen für die nächsten Tage an. Neben Spaß stand auch Gewinnen an oberster Stelle.

Am zweiten Tag marschierten wir am Morgen zur Hochschule Merseburg. Dort würden wir die meiste Zeit der nächsten Tage verbringen. Nach 2,5 km Laufen erblickten wir die Hochschule, die an einem schönen und abgelegenen Ort liegt. Zunächst wurden wir von einem Professor und der Leiterin des Schüler-Labors begrüßt und in die kommenden Aufgaben eingeweiht. Sicherheitshinweise gehörten aber auch dazu, da wir mit gefährlichen Chemikalien arbeiten würden. Nachdem die sechsköpfigen Teams eingeteilt wurden, wurden untereinander Strategien für die praktische Prüfung ausgeklügelt.

Die zwei Jahrgänge 9 und 10 bekamen verschiedene Aufgaben. Wir hatten 5 Stunden für die Erarbeitung der Aufgaben Zeit und standen die ganze Zeit unter Beobachtung der Betreuer. Zwischendrin war Zeit für eine Mittagspause, bei der jedoch der Austausch mit anderen Gruppen sinnlos war. Auch wenn die Aufgaben gleich waren, waren die Mengen der Chemikalien unterschiedlich, sodass jede Gruppe andere Ergebnisse hatte. Nach der Erarbeitung wurden die Ergebnisse der Gruppen der Jury vorgetragen. Diese entschied dann über die Sieger der praktischen Prüfung. Nach der Präsentation stellte die Jury anspruchsvolle Fragen, die über schulischen Stoff hinausgingen.

Am Abend fuhren wir zur Bowling-Bahn, die eine abwechslungsreiche Aktivität war. Angekommen am Hotel war für uns Hessen nicht an Schlaf zu denken, da für den nächsten Tag die wichtige Klausur für den Einzug in die Bundesrunde bevorstand. Bis um zwei Uhr morgens haben wir gelernt und versucht mit dem Stoff der Elite-Schülern mitzuhalten.

Am Tag der Entscheidung fand in einem Vortragssaal an der Hochschule Merseburg die Klausur statt. Wir hatten dreieinhalb Stunden Zeit, die schweren Aufgaben zu bewältigen. Für Getränke und Nervennahrung wurde gesorgt. Nach der anstrengenden Klausur durften wir weitere „entspannende“ Chemie-Aufgaben machen, bevor eine Vorlesung zum Thema „Physikalische Chemie“ gehalten wurde. Die Physikalische Chemie wird in der Schule fast gar nicht behandelt, sodass es sehr interessant war zu erfahren, welche weiteren Verzweigungen die Chemie mit sich bringt. Prof. B. Reinhold behandelte sehr interessante und aktuelle Themen wie erneuerbare Energien.

Am späten Nachmittag fand ein Volleyball-Turnier statt, bei dem wir Chemiker unser sportliches Können unter Beweis stellen konnten.

Am letzten Tag waren alle schon beim Frühstück angespannt, da demnächst die Ergebnisse der praktischen und theoretischen Prüfung vorgestellt werden würden. Angekommen an der Hochschule fand eine weitere Vorlesung statt. Prof. Th. Rödel brachte uns die Welt der Farbstoffe näher. Sein Vortrag war sehr unterhaltsam und mit vielen farbenfrohen und aromatischen Experimenten geschmückt. Jedoch stieg mit jeder Minute die Anspannung. Letztendlich wurden die Sieger der beiden Prüfungen geehrt.

Die 3. Runde der Chemie-Olympiade, bei der Christos Assiklaris einen guten 19. Platz belegte, war eine sehr tolle Erfahrung. Der Austausch mit gleichinteressierten über Chemie und andere Naturwissenschaften, die verschiedenen Aktivitäten und vor allem das Kennenlernen neuer Freunde waren ein schönes Erlebnis.

Christos Assiklaris (E2)
[8/2018]