Im Rahmen der Ausstellung am 27. September 2018 stellte der Künstler Klaus Schneider-Grimm eigene fotografische Arbeiten und das neue 1822-Schulkünstlerprojekt „Das Familienportrait im Wandel der Zeit“ vor.

Aus seinem fotografischen Werk hatte Klaus Schneider-Grimm Beispiele ausgewählt, die thematisch in Verbindung zu dem von ihm neu angebotenen Schulkünstlerprojekt stehen. Zu sehen sind Fotoaufnahmen von Familien, z.B. am Strand, aber auch das großes Foto eines jungen Mannes, der fern der Heimat über sein Handy Kontakt zu seiner Familie hält.

Zur Eröffnung der gut besuchten Ausstellung begrüßte die kommissarische Schulleiterin Barbara Lorz die anwesenden Gäste, bedankte sich für die Unterstützung seitens der Stiftung der Frankfurter Sparkasse und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Frau Lorz hob die Bedeutung des neuen Projektthemas hervor. Dass „Familie als Nest“ für die weitere persönliche Entwicklung von besonderer Wichtigkeit sei, bleibe unbestritten und die Auseinandersetzung mit dem Wandel des Familienbildes in einem schulischen Kunstprojekt sei für die Schülerinnen und Schüler vielschichtig und erkenntnisreich.

Auch ging Frau Lorz auf die Aussagekraft fotografischer Aufnahmen ein, die unter anderem Familienstrukturen sichtbar werden lassen, wie z.B. anhand der ausgestellten Bildbeispiele des Fotografen Thomas Struth erkennbar werde.

Dass der an der ASS durch vorherige Kunstprojekte bereits bekannte Künstler Klaus Schneider-Grimm das Thema „Familie“ ins Zentrum des neuen Kunstprojekts setzt, erkannte Frau Lorz auch als einen persönlich motivierten Gestaltungswillen.

Beatrice Assfalg von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse freute sich, dass die Albert-Schweitzer-Schule wieder ein 1822-Schulkünstlerprojekt anbietet. Den unterstützenden Kulturstiftungen sei es ein Anliegen, Kunstschaffende, Schüler und Lehrer in Kontakt miteinander zu bringen, den Schulalltag außerhalb des Normunterrichts zu bereichern und das Interesse für Kunst und Kultur zu wecken.

Sie wünschte dem Kunstprojekt viel Erfolg. Dass das fotografische Medium auch Schülerinnen und Schülern, die im malerischen Gestalten weniger begabt seien, den Zugang zum Thema eröffne und die Möglichkeit biete kreativ erfolgreich teilzunehmen, bewertete sie positiv.

Klaus Schneider-Grimm berichtete von dem vorausgegangenen Fotografieprojekt „Die letzten Dinge“, welches im DRK-Seniorenzentrum junge und ältere Menschen zusammenbracht hatte, und von den positiven Erfahrungen in der Kommunikation zwischen Schülerinnen und Senioren. Die freudige Bereitschaft der Älteren, aus ihrem Leben zu berichten und ihre Fotoalben mit Erinnerungsbildern ihrer Familien zu zeigen, hat mit dazu beigetragen das Thema „Familie“ aufzugreifen.

Mit Verweis auf ein Ausstellungsexponat – einer ein Jahrhundert umfassenden Bildcollage von Fotografien der eigenen Familie – zeigte Klaus Schneider-Grimm private Erinnerungsfotos. Dass das Ausstellen fotografischer Familienbilder auch Mut erfordere, habe er selbst erfahren. Daher wollte er bei der Ausstellung vorangehen und die Schülerinnen und Schüler ermutigen, selbst aktiv Familienbildnisse zu sichten und vielleicht auch selbst neue zu machen. Schneider-Grimm berichtete auch davon, wie schwierig es manchmal sein könne, die eigene Familie für eine Fotografie zusammenzuführen. Er freue sich sehr auf das neue Projekt und hofft auf eine rege Teilnahme von Schülerinnen und Schüler.

Im Anschluss trugen Schülerinnen ein sehr schönes, bewegendes Lied mit Klavierbegleitung vor. Ihnen ein herzliches Dankeschön für den gelungenen musikalischen Beitrag!

Abgerundet wurde die Ausstellung beim gemütlichen Beisammensein, bei Gesprächen und dem Genuss kleiner Häppchen und Getränke am Buffet, welches der Kunst-LK (Q1) zubereitet hat. Dafür auch vielen Dank!

[Gri – 10/2018]