Biologischer Lehrausflug der Klassen 11a und 11c in den Biologie-Campus der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main

Am Freitag, den 20.11.09 wurden wir – sechzig Schülerinnen und Schülern, Frau Rupprecht und Frau Grimm- von Herrn Prof. Manfred Ruppel freundlichst empfangen. Nach einem Gang im Botanischen Garten der Biofakultät, zum Aufsammeln von Pollen, hatten die Schülerinnen und Schüler in einem Übungsraum die Gelegenheit ihre Kenntnisse über das Transmissions-Elektronenmikroskop, das Raster-Elektronenmikroskop und die Herstellung von elektronenmikroskopischen Präparaten zu vertiefen. Herrn Prof. Manfred Ruppel was sehr bemüht die Komplexität der Elektronenmikroskopie mithilfe von Abbildungen, Informationstexten, Modellen etc. zu erläutern. Vereinzelt konnten Schülerinnen und Schüler kleine Versuche vornehmen, z.B., den Lotuseffekt vorzuführen.

 

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In einem Laborraum waren viele fertige, mit Goldmetall bedampfte Raster-Elektronenmikroskop-Präparate für die lichtmikroskopische Betrachtung ausgelegt. Das Labor für die Herstellung der Präparate gab Aufschluss über die Präparationsschritte. Ein Elektronenmikroskop-Präparat der gesammelten Pollen wurde aktuell hergestellt und zusätzlich mit Kleepollen bestreut, da unsere Funde aus dem Botanischen Garten nicht sehr ergiebig waren.

Der Höhepunkt des Lehrausfluges war die Arbeit am Raster-Elektronenmikroskop.

In einem abgedunkelten Raum, in dem sich das Raster-Elektronenmikroskop

mit seinen tuckernden Vakuumpumpen befindet, schauten wir auf Fernsehmonitore, die durch den nachleuchtenden Elektronenstrahl eine plastische, sehr tiefenscharfe

Gebirgswelt zauberten. Wir betrachteten die Oberflächen der Proben, sehen sie räumlich, quasi dreidimensional mit einer Vielfalt an fremdartigen Mustern und feinsten Strukturen.

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Von mehreren Bildern wurden Aufnahmen gemacht, die wir für den Biologieunterricht gespeichert mitnehmen durften. Sie illustrieren diesen Bericht.

Insgesamt war der Lehrausflug sehr informativ und es war schon ein kleines Kunststück in den recht kleinen Laborräumen allen Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Aber die Schülerinnen und Schüler waren recht geduldig und haben sich beim Aufenthalt in den Laborräumen abgewechselt. Ihnen dafür ein Dankeschön!

(B. Grimm)