Am 20. Februar 2013 fand das vom Kinder- und Jugendparlament organisierte „Oberbürgermeister (OB) und Kinder- und Jugendparlament (KJP) on Tour“-Treffen statt, das Schülern und Schülerinnen eine Befragung des Oberbürgermeister Horst Schneider zu aktuellen Themen ermöglichte.

Der OB besuchte an der ASS die Klasse 5a von Frau Tsatsa und unseren PoWi-Leistungskurs von Herrn Kaminski.

Oberbürgermeister Febr 2013 gross
Die Schüler des PoWi-LK überlegten sich drei Themen, über die sie mit dem OB diskutieren wollten: „Mobilität“, „Freizeitmöglichkeiten in Offenbach“ und „Die Schule in Offenbach im Bezug zu G8/9“.

Die erste Gruppe, die sich mit dem Thema „Mobilität“ beschäftigt hatte, machte den OB darauf aufmerksam, dass die Beförderung der Schüler mit dem öffentlichen Personennahverkehr zur Schule für die Schüler häufig ein Problem ist. Die Busverbindungen seien nicht auf den Bedarf der Schüler ausgerichtet, sodass es oft zu kleine Busse gibt. Um pünktlich ans Ziel zu kommen, müsse man auf wesentlich frühere Busverbindungen ausweichen, da man erst gar nicht in die Busse hinein gelassen werde, weil die Busse überfüllt seien.

Daraufhin erklärte der Oberbürgermeister, dass der Verkehr hier in Offenbach nicht quersubventioniert werde. Das heißt, dass wenn man mehrere Busse fahren lassen würde, es auch Auswirkungen auf andere Preise geben würde, wie zum Beispiel höhere Strompreise. Daraufhin betonte die Gruppe, dass die Fahrkosten für viele Schüler ein zusätzliches Problem darstellten. Die Fahrpreise stiegen immer mehr in die Höhe und Oberstufenschüler hätten keinen Anspruch auf Fahrtkostenrückerstattung nach dem hessischen Schulgesetz. Die Antwort lautete, dass dies ein Landesgesetz sei und die Kommune diese Problematik nicht regeln könne.

Die zweite Gruppe, die sich mit „Freizeitmöglichkeiten“ auseinander gesetzt hatte, spezialisierte sich auf die Bolzplätze der Stadt Offenbach. Die meisten Fußballplätze seien nur für Kinder und Jugendlich bis zum 12.Lebensjahr ausgerichtet. Das bedeute, dass Jugendliche, die in keinem Fußballverein sind, keine Möglichkeit haben, diese Sportart in ihrer Freizeit auszuüben.

Der OB antwortete, dass er versprochen habe, alle zwei Jahre einen Hartplatz durch einen Kunstrasenplatz zu ersetzen und ihm dies bisher trotz der angespannten Finanzlage gelungen sei. Er riet den Schülern in einen Verein einzutreten.

Daraufhin akzentuierte die Gruppe die Frage, was Offenbach für sozial schwache Familien tue?  Dazu klärte der OB auf, dass es ein Bildungspaket in Offenbach gebe, das Familien unterstütze, die finanzielle Hilfe benötigten.

Zur Sprache kam auch der Kulturpass, der vom Kinder-  und Jugendparlament beantragt  wurde, der ebenso sozial schwachen Kindern und Jugendlichen ermögliche, an Kulturveranstaltungen teilzunehmen.

Die letzte Gruppe hatte Fragen zum Thema „G8/9“ .Es ging hauptsächlich um die Meinung des OB, und ob irgendwelche Veränderungen für die Zukunft vorgesehen seien. Seiner Meinung nach sei G8 zu früh eingeführt und an die Schulzeit an der falschen Stelle gekürzt worden. Veränderungen für die Zukunft seien nicht vorgesehen, denn die vier Offenbacher Gymnasien hätten beschlossen, sich noch Zeit bei der Entscheidung zu lassen.

Insgesamt war es für die teilnehmenden Schüler interessant mit ihrem Oberbürgermeister zu diskutieren.

Iman Bardaa (Q2)