Alle Fünftklässler der ASS haben am 1. und 2. November 2012 etwas ganz besondes Wichtiges gelernt zum Thema Verkehrssicherheit: Der Bremsweg von fahrenden Autos ist viel länger als vorher gedacht!

ADAC-Training 2012 - klein 3

In zwei Schulstunden erlebten Schülerinnen und Schüler mit dem ausgebildeten Moderator des ADAC, Andreas Metzner, reale Verkehrssituationen handlungsorientiert. In einer Doppelstunde wurde jeder Klasse die Problematik durch praktische Übungen und Demonstrationen schülergerecht vermittelt.

Einfach Anhalten: Das geht nicht!
Kein Kind konnte einen unerwartet auf ihn zufliegenden Ball fangen. Ähnlich geht es auch Autofahrern, wenn zum Beispiel jemand ohne Vorsicht über die Straße rennt. Je schneller ein Fahrzeug unterwegs ist, desto länger ist der Bremsweg. Muss ein Fahrzeug unerwartet bremsen, kommt noch ein Reaktionsweg hinzu.

Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg

Alle Fahrzeuge haben also einen Anhalteweg, der sich aus dem Reaktionsweg und dem eigentlichen Bremsweg zusammensetzt. Auch als Fußgänger oder Radfahrer kann man nicht sofort anhalten.

Ist es zum Beispiel nass oder glatt auf der Straße, wird der Bremsweg viel länger. Auch wenn der Fahrer nicht ganz bei der Sache ist, wird sein Reaktionsweg länger.

Deshalb: Nur mit ausreichend Abstand zu einem Fahrzeug die Straße überqueren, am besten an einer Ampel oder an einem Zebrastreifen!

ADAC-Training 2012 - klein 5

Die Kinder erlebten den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktionszeit und Bremsweg – auch in Abhängigkeit von verschiedenen Fahrbahnzuständen. Dann ging die praktische Demonstration auf den Schulhof weiter.

Nachdem alle Sicherheitsvorkehrungen auf dem Schulhof getroffen waren, konnten die von den Schülerinnen und Schülern mit Spannung erwarteten Autofahrten im ADAC-Aktions-Auto ohne Gefahr für die Beteiligten stattfinden. Alle Kinder durften im Auto, natürlich angeschnallt, eine Vollbremsung erleben und erkannten: die markierte Linie auf dem Boden wurde immer überfahren!

ADAC-Training 2012 - klein 2

Die Kinder können jetzt den Anhalteweg von Fußgängern und Fahrzeugen besser einschätzen. Als Mitfahrer lernten sie auch die lebensrettende Bedeutung der ordnungsgemäßen Sicherung im Fahrzeug kennen.

An dem Programm „Achtung Auto!“ nehmen alle 5. Klassen der Albert-Schweitzer-Schule teil. Dies trägt wesentlich dazu bei, Schülerinnen und Schülern kritische Situationen im alltäglichen Straßenverkehr zu verdeutlichen, Unfallgefahren zu erkennen und durch vorausschauendes Handeln richtig zu reagieren.

ADAC-Training 2012 - klein 1

Die Aktion „Achtung Auto“ wird bundesweit mit Unterstützung der Michelin-Reifenwerke durchgeführt. Die Aktionsautos werden von der Opel AG zur Verfügung gestellt. Pro Jahr nehmen an diesem Programm über 115.000 Schülerinnen und Schüler teil. Die Durchführung dieses Programms durch den ADAC ist für die Schulen kostenfrei.

[Lm, 11/2012]