Prominenter Besuch an die ASS

Am 9. November 2011 stattete die ehemalige Bundesministerin und jetzige Präsidentin des Landesverbandes Hessen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Frau Hannelore Rönsch, der Albert-Schweitzer-Schule einen Besuch ab, um von Schulleiter Ulrich Schmidt die umfangreiche Spende der Schulgemeinde in Höhe von € 6.300 im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Alten Halle entgegen zu nehmen.

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Viele Schüler, Lehrer und Eltern der ASS-Schulgemeinde zeigten sich im Sommer sehr betroffen angesichts der humanitären Katastrophe, die sich durch die Hungersnot Tausender Menschen seit mehreren Wochen und Monaten in Ostafrika ausbreitet. Um wenigstens einen kleinen Beitrag zur Linderung dieser enormen Probleme zu leisten, hat sich die ASS entschlossen, Verantwortung zu übernehmen und die Finanzierung von mindestens zwei Trinkwassertanks zu ermöglichen, mit denen die notwendige Wasserversorgung im Krisengebiet unterstützt werden kann. Deshalb wurde im September 2011 die Aktionswoche „Hilfe gegen den Hunger in Ostafrika” durchgeführt.

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Diese Aktion zeigte rasch sichtbare Erfolge: Täglich stieg das Spendenbarometer! Bunte Bälle in einem durchsichtigen Plastikzylinder verkündeten den aktuellen Sammelstand. Schon nach wenigen Tagen war die 2.500-Euro-Marke erreicht und wir mussten das Maßband an der Decke des Foyers zwischen Mensa- und Verwaltungstrakt weiterwachsen lassen. Insgesamt kam das beeindruckende Spendenergebnis von 6.300 € zusammen – fast viermal mehr als erwartet und erhofft worden war! Somit reicht das Geld für sieben statt zwei Wassertanks.

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Die kleine Feierstunde wurde von musikalischen Beiträgen des Unterstufenchores umrahmt; die Schüler der Klassen 6b und 6d sangen von Frau zu Löwenstein am Klavier begleitet. Herr Kaminski begrüßte dann im Namen der Schulleitung den prominenten Besuch und die zahlreich erschienenen Vertreter aller Schüler, die Klassensprecher und die Mitglieder des UNESCO-Parlaments der ASS.

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Einige Schülergruppen hatten besonders großen Anteil an dem Erfolg der Aktion: Die Klasse 6b organisierte mit ihrem Klassenlehrer, Herrn Gutjahr, eine umfangreiche Tombola mit vielen attraktiven Gewinnen. Auch beim Sponsorenlauf, der von den Sportlehrerinnen Frau Tsatsa, Frau Bremes und Frau Nubert initiiert und gemeinsam mit Schülern der Sportkurse durchgeführt wurde, beteiligten sich viele ASS-Schüler. Mit einer olympiareifen Leistung von sagenhaften 120 Runden engagierte sich Bahim Al Jatari (Kl. 9a) bei diesem Lauf und sorgte somit für eine stattliche Einzelspende. Ian Jafferey (Q3) berichtete von der erfolgreichen Verkaufsaktion von Kugelschreibern mit der Aufschrift „Schüler helfen gegen den Hunger in Ostafrika” durch die Mitglieder des UNESCO-Parlaments der ASS (Leitung: Frau Rupprecht, Herr von Caprivi). Mehr als 6.000 Stück wurden in der Schule und in der Stadt Offenbach verkauft.

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Stellvertretend für die Klasse 9a berichteten Pia Wolfgramm und Nabil Harchaouen, wie sie mit ihren Klassen- und PoWi-Lehrern, Herrn Bolländer und Herrn Kaminski, die politischen und geographischen Hintergründe der Krisenregion recherchierten und ihre Erkenntnisse in einer Plakatausstellung dauerhaft und für alle Mitschüler der ASS verständlich visualisierten.

Dann wandte sich Nabil Harchaouen noch einmal persönlich mit einem bedenkenswerten Statement an das Auditorium und erinnerte daran, wie wichtig es ist endlich einmal umzudenken. Zwar sei die Arbeit des DRK und anderer Hilfsorganisatoren sehr wichtig und notwendig. Aber ebenso wichtig sei es auch, dass wir die Gedanken an Gerechtigkeit, an Brüderlichkeit und Solidarität nicht aus den Augen lassen sollten. Eine Teilschuld an den katastrophalen Zuständen in viele Krisengebieten hätten nicht nur die Banken und Konzerne mit ihrem rücksichtslosen Streben nach Profit, sondern auch wir als Bewohner hochentwickelter Industrieländer, wenn wir unsere Bedürfnisse nach Luxus- und Fashion-Produkten unkritisch erfüllten. Für diese offenen Gedanken erhielt Nabil viel zustimmenden Beifall.

Herr Schmidt stellte in seiner Ansprache heraus, dass er sich über das vielfältige und fantasievolle Engagement der Schüler, Kollegen und Eltern sehr gefreut habe. Aber ebenso wichtig wie das Organisieren der materiellen Hilfe in Form von Spenden sei auch die begleitende Reflexion über die Ursachen der Katastrophe in Afrika. Hier zeige sich ein sinnvolles Zusammenwirken, wie sie gerade eine UNESCO-Schule auszeichnen sollte. Nachdem er sich herzlich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz bedankt hatte, überreichte er freudig den großen Scheck an Frau Rönsch.

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In ihrer kurzen Dankesrede zeigte sich Frau Rönsch ebenfalls sehr beeindruckt von dem Ergebnis der Spendenaktion. „Das ist toll, wenn sich so viele jungen Menschen für die Linderung von Leiden anderer einsetzen”, lobte sie die ASS-Schüler. Gebannt verfolgten dann die Zuhörer den weiteren Berichten der Präsidentin des DRK über die vielfältigen und lebenswichtigen Aktivitäten ihres Verbandes und der internationalen Schwester-Organisation „Roter Halbmond”.

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[Lm, 11/2011]