Welt-Roboter-Olympiade: Albert-Schweitzer-Schule Gastgeber des Landesentscheides

Von Harald H. Richter
(Offenbach Post, 6.2.14)

OFFENBACH. Die Offenbacher Albert-Schweitzer-Schule ist am 10. Mai einziger hessischer Gastgeber für die World Robot Olympiad (WRO). Unter dem Motto „Weltraum“ bauen, designen und programmieren Schülerteams Roboter, die in den Wettbewerben identische Aufgaben bewältigen müssen. Auf diese Weise sammeln die Schüler praktische Erfahrungen in der Arbeit mit Robotern und werden spielerisch für technische Aufgabenstellungen und Berufe vorbereitet. „Wir sind sehr froh, diesen Wettbewerb ausrichten zu können“, betont Schulleiter Oberstudiendirektor Ulrich Schmidt. Mit gleich vier Teams in verschiedenen Alterskategorien geht das Gymnasium an den Start.

OP-Bericht Robotik Februar 2014

Die Welt-Roboter-Olympiade ist ein internationaler Wettbewerb für Jugendliche zwischen acht und 19 Jahren. Teams aus Deutschland beteiligen sich seit 2009 daran. In diesem Jahr dreht sich alles um Raketen, Satelliten und Weltraumstationen. In der Altersklasse Elementary können die Jüngsten ihre Fähigkeiten beweisen, die 13- bis 15-Jährigen treten in der Junior-Kategorie gegeneinander an, die 16- bis 19-Jährigen in der Senior-Klasse. Die WRO wird zum elften Mal ausgetragen. 2013 haben weltweit über 20.000 Teams in 40 Ländern teilgenommen. In Deutschland ist der „Verein Technik begeistert“ Motor des Projektes, wobei er von ehrenamtlichen IBM-Mitarbeitern unterstützt wird.

Der Landesentscheid in Offenbach ist offen, somit können neben hessischen Teams auch Mannschaften aus anderen Bundesländern an den Start gehen. Wer hier erfolgreich ist, qualifiziert sich für das Deutschlandfinale am 14. Juni im Dortmunder Rathaus. Für die Veranstaltung an der Albert-Schweitzer-Schule stehen 24 Startplätze in zwei der drei Alterskategorien zur Verfügung. Meldungen sind noch bis 14. Februar unter wwww.worldrobotolympiad.de möglich.

Die Albert-Schweitzer-Schule war bei einem von der Deutschen Telekom Stiftung ausgelobten bundesweiten Wettbewerb als einzige Offenbacher Bildungseinrichtung ins Programm der Junior-Ingenieur-Akademie aufgenommen und mit finanzieller Unterstützung von 10.000 Euro bedacht worden. Die JIA ist ein zweijähriges technikorientiertes Wahlpflichtfach in der gymnasialen Mittelstufe. Ziel ist es, die 13 und 14 Jahre alten Schüler für technische Berufsbilder zu begeistern, ihnen so den späteren Übergang zur Hochschule zu erleichtern, aber auch ihre individuellen Kompetenzen frühzeitig und konsequent zu fördern. Unter Anleitung der Informatik-Lehrerinnen Eva Segeritz und Lea Wendisch münzen seit diesem Unterrichtsjahr sechs Mädchen und zehn Jungen der achten Jahrgangsstufe ihre Technikbegeisterung in ergebnisorientiertes Teamwork um. Sie haben dies bei einem Workshop sowie während des kürzlich veranstalteten Tags der offenen Tür unter Beweis gestellt.

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Auf ihre Mini-Roboter sind die Teilnehmer der Junior-Ingenieur-Akademie an der Albert-Schweitzer-Schule besonders stolz. Im Mai ist ihr Gymnasium Gastgeber des offenen Regionalentscheids der Welt-Roboter-Olympiade. (Foto: Richter)