Vom 6.-8. Februar 2014 fuhren die Chöre der ASS mit ihrer Leiterin Frau zu Löwenstein in den Norden. In der Hansestadt Hamburg verbrachten sie ein paar intensive Probentage.

Aber auch der Besuch des Musicals “König der Löwen” und Ausstellungsbesuche und Stadtbummel sorgten bei den Schülern für eindringliche und unvergessliche Erlebnisse.

Frau König und Herr Schneider-Grimm begleiteten die Schüler auf diese erlebnisreiche Fahrt.

 

Erlebnisreiche Chorfahrt (von Julia Kopitzki, Q4)

Am 6. Februar machten sich der Unter- und Oberstufenchor mit Frau zu Löwenstein auf den Weg in die Hansestadt Hamburg, um für die Aufführung des anstehenden Musicals „Schockorange“ zu proben. Begleitet wurden wir von Herrn Schneider-Grimm und einigen künstlerisch begabten Schülern, die sich mit ihm um das Bühnenbild kümmern, sowie von Frau König, die für die passenden Tanzchoreografien zuständig ist.

Nach sieben Stunden Fahrt erreichten wir Hamburg bei überraschend gutem Wetter. Um dieses gleich auszunutzen, spazierten wir alle zusammen zum Hafen direkt hinter der Jugendherberge und ließen uns, von der Aussicht beeindruckt, den norddeutschen Wind um die Nase wehen. Nach diesem ersten, sehr positiven Eindruck der Stadt stand abends bereits der nächste Höhepunkt an: Der Besuch des Musicals „Der König der Löwen“ im „Stage Theater“ am Hafen.

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Mit Barkassen fuhren wir über die Elbe bis direkt vor das Theater. Schon die Überfahrt war toll, da der Hafen bei Dunkelheit nochmal ganz anders aussieht und wunderschön beleuchtet ist.

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Das Musical an sich bot höchstes künstlerisches und gesangliches Niveau und wir waren uns alle einig, dass dies ein einmaliges Erlebnis war und auf jeden Fall weiterzuempfehlen ist. Uns kamen daraufhin sofort weitere Ideen für die Umsetzung unseres Musicals, die wir begeistert untereinander austauschten und so den Abend voller neuer Impressionen ausklingen ließen.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen besichtigten wir das Museum für Hamburgische Geschichte, während sich die Künstler zusammen mit Herrn Schneider-Grimm und Frau König in den Deichtorhallen eine Ausstellung anschauten, um weitere Ideen für die Bühnenbilder zu sammeln. Nachmittags trafen sich alle in der Jugendherberge wieder.

Mittlerweile hatte das Wetter – hamburgisch typischer- in Regen umgeschlagen, was unsere Stimmung allerdings nicht drücken konnte. Mit Regenschirmen ausgestattet spazierten wir zur St. Michaelis Kirche, einer der fünf Hauptkirchen Hamburgs, wo wir zunächst den Turm besichtigten. Die Aussicht mussten wir uns allerdings erstmal verdienen und die 452 Stufen besteigen, dafür lohnte sich der Anstieg allerdings. Oben angekommen und etwas aus der Puste erwartete uns dann ein grandioser Ausblick über Hamburg und den Hafen, aber auch ordentliche Sturmböen, mit denen wir alle unseren Spaß hatten. Ewas windzerzaust, aber glücklich schauten wir uns danach den Innenraum der Kirche sowie die Krypta an, in der uns ein historischer Dokumentarfilm gezeigt wurde. Abends gestalteten wir zusammen einen Spieleabend, bei dem wir uns noch näher kennenlernen konnten.

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Am Morgen danach hieß es dann leider schon wieder Koffer packen. Vor der Abfahrt verbrachten wir aber noch einen schönen Vormittag in der Innenstadt, wo wir noch Zeit hatten, die letzten Souvenirs zu kaufen und uns rund um die Alster näher umzuschauen. Am Nachmittag traten wir dann, mit lauter neuen Eindrücken im Gepäck, etwas wehmütig die Heimreise an, denn wir haben uns alle sehr gut verstanden, sind alle etwas mehr zusammengewachsen und haben eine schöne Zeit verlebt, die wir alle nicht so schnell vergessen werden.

Natürlich kamen auch die Proben nicht zu kurz. Insgesamt probten wir fünf Mal für jeweils eineinhalb Stunden, in denen wir rückblickend schon viel geschafft haben.

Vielen Dank an Herrn Schneider-Grimm und Frau König für die Unterstützung, und natürlich an unsere Leiterin Frau zu Löwenstein!

„Hummel, Hummel – Mors, Mors!“

Julia Kopitzki, Q4 [2/2014]

Hier ein paar Impressionen (Fotos: Robin Günther / E2):

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4. Chorfahrt nach Hamburg (6.-8. Februar 2014)

Im Rahmen einer Chorfahrt, die von Frau zu Löwenstein organisiert wurde, fuhren 48 Schülerinnen und Schüler ab Klasse 6 nach Hamburg. Das Programm war reichhaltig, es wurde viel gesungen und für das Musical “SCHOCK ORANGE“, welches im Juni zur Aufführung kommen soll, geprobt. Auch der Besuch des Musicals „König der Löwen“ stand auf dem Programm.

Eine Arbeitsgruppe mit Schülerinnen und Schülern ab Klasse 9 entwickelte unter der Leitung von Frau König und Herrn Schneider-Grimm, welche die Chorfahrt begleiteten, Ideen für Bühnenbilder zu einigen Szenen aus dem Musical “SCHOCK ORANGE“.

Diese Gruppe besuchte am Donnerstag die Ausstellung „Gute Aussichten – Junge Deutsche Fotografie 2013/14“ – in den „Deichtorhallen“.

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In den Fotoausstellungen waren zehn verschiedene Positionen junger Fotokünstler zu sehen. Es wurden physikalische Gesetze außer Kraft gesetzt und Sehgewohnheiten auf den Kopf gestellt.

Hier einige Beispiele:

  • ein Glaskubus, gefüllt mit Espresso, im Inneren eine Gaggia-Espressomaschine, die „sich selbst ertränkte“ von Alvin Lay,
  • Nadja Bournonville nimmt den Begriff Hysterie als Thema ihrer Fotografien und zeigt surreale Welten,
  • die Fotografien von Marian Luft „Baack2Politics“ zeigen sich ausgelassen wild, laut und schrill,

Nach der Fotografie-Betrachtung kreiste die Gedankenwelt der Schülergruppe im Austausch mit Frau König um die wahrgenommenen Eindrücke, die sich mit Ideen zu Bühnenbildern vermischten.

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Danach besuchte die Gruppe die Kunsthochschule Hamburg (HBFK). Hier konnte in der Mensa zusammen mit Kunststudenten gegessen werden und es folgte eine Führung durch die Kunsthochschule mit kurzen Einblicken in die Ateliers.

Den anschließenden Besuch der Roten Flora im Sternenviertel, dem „heiß umkämpften Viertel“, wollten sich die Schüler/-innen in Hamburg auch nicht entgehen lassen und trotz regnerisch-stürmischen Wetters, wollte niemand zurück ins Warme.

Wir standen vor der Roten Flora und waren schockiert und gleichzeitig fasziniert, hatten den Wunsch das Monstrum von innen zu sehen, die Rote Flora war aber verschlossen, wie ein Tresor. Dann trafen wir einen „Bewohner“, der uns in sein „Reich“ nach gutem Zureden – weit angereiste, interessierte Schüler aus Offenbach wirke – einließ.

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Der „Bewohner“ führte uns in eine Halle, die bis zur Decke mit Grafittis „verziert“ ist und hielt uns einen Vortrag über die Geschichte der ROTEN FLORA und deren Besetzung. „Es herrscht absolutes Fotografieverbot“, sagte er, „wie in den Uffizien in Florenz.“ Doch dann doch gab er uns die Erlaubnis einige Fotos zu machen in dem beinahe „sakralen Bau“.

Hier müssen wir die Flut der Inspirationen abschließen, bevor die Suche nach Bildern für das Musical „Schockorange“ zu Albträumen führte und begaben uns zurück in die schöne Jugendherberge.

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[Klaus Schneider-Grimm – 2/2014]