Die Deutsche Herzstiftung gibt „Rauchzeichen“ an der Albert-Schweitzer-Schule in Offenbach

Auch in diesem Jahr war die Deutsche Herzstiftung wieder mit ihrem Projekt „Rauchzeichen“ zu Gast an der Albert-Schweitzer-Schule in Offenbach  (24.- 26. Februar 2014).

Das Programm wurde in diesem Jahr ehrenamtlich von Herrn Dr. Kilian, Oberarzt und Kardiologe an den Hochtaunuskliniken in Bad Homburg, durchgeführt.

Aktion Rauchzeichen-1 klein

Seit 2006 klärt die Deutsche Herzstiftung in einer Präventionskampagne mittlerweile jedes Jahr über 10.000 Schülerinnen und Schüler über die Folgen des Rauchens auf. Ziel des Projektes ist es, den SchülerInnen in einem Alter, in dem sie mehrheitlich noch nicht rauchen, klar zu machen, was es bedeutet, bewusst oder unbewusst in eine Raucherkarriere zu gleiten. Nicht nur über die Zusammenhänge und Gefahren des Rauchens werden die Jugendlichen informiert, sondern besonders auch in ihrer Entscheidungskompetenz in Sachen Rauchen unterstützt.

So arbeitet das Programm nicht mit Abschreckung, sondern mit den Jugendlichen wird das Pro und Kontra des Rauchens diskutiert. „Wichtig ist, dass nach der Unterrichtung jeder Einzelne in der Lage ist, eine verantwortungsbewusste Entscheidung für oder gegen die ersten Zigaretten oder die ersten Shisha-Sitzungen zu treffen“, so Professor Dr. Martin Kaltenbach, Initiator des Projektes und Gründer und ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Aktion Rauchzeichen-2 klein

„Rauchzeichen“ umfasst eine Doppelstunde pro Klasse, wird in allen 7. Klassen einer Jahrgangsstufe durchgeführt und immer auch von einer Mitarbeiterin der Deutschen Herzstiftung begleitet. Neben Vortrag und Bildern veranschaulichen zwei eigens für das Projekt produzierte Filme und ein Rauch-Experiment die Thematik. Zusätzlich wird ein weiteres gesellschaftlich wichtiges Thema angesprochen: dass die Herzdruckmassage nach einem Herzstillstand von jedermann – auch von Jugendlichen – lebensrettend ausgeführt werden kann, wird nicht nur zusammen erarbeitet, sondern auch praktisch geübt.

Schüler und Lehrer geben dem Projekt gute Noten.

Obwohl die Anzahl der rauchenden Jugendlichen in Deutschland nach offiziellen Zahlen als rückläufig eingeschätzt wird, erscheint das Rauchen weiterhin wie eine Art Initiationshürde ins Erwachsenenleben. Neue Rauchformen wie das Shisha- Rauchen (Wasserpfeife) oder – brandaktuell- die Verbreitung und Nutzung von Shisha-to-go (die auch an Kinder und Jugendliche verkauft wird), halten das Interesse der Jugendlichen am Rauchen wach. Damit ist eine Rauchprävention mit Jugendlichen für die langfristige Prävention von Suchterkrankung, Herzkreislauferkrankungen, Bronchialerkrankungen und Krebs weiterhin von größter Bedeutung.

[Leo, 3/2014]