Mobbing im Internet ist ein sehr weit verbreitetes Phänomen. Die Anlässe für Mobbing sind oft äußere Merkmale (z. B. Kleidung, Style, Sozialstatus), kulturelle oder religiöse Zugehörigkeit sowie Verhaltensweisen. Das besonders Schlimme gegenüber traditionellem Mobbing in der Schule ist: Das Opfer hat keine Chance zu entkommen. Die Täter kommen bis nach Hause. Die Folge: Opfer von Cybermobbing können sich nicht mehr entziehen. Selbst ein Umzug oder ein Schulwechsel nützt nichts – Internet ist überall.

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Oft wissen die Opfer nicht, wer dahinter steckt – es könnte auch ein Freund oder der Tischnachbar in der Klasse mitmachen.

Sensibilisierung ist wichtig – auf Seiten der Täter, damit sie lernen, was sie dem Opfer antun, aber auch auf Seiten der Opfer. Häufig schweigen die Opfer lange Zeit aus Hilflosigkeit und aus Angst, dass alles noch schlimmer werden könnte. Gegen Cybermobbing muss man sich zur Wehr setzen und die Täter müssen zur Verantwortung gezogen werden.

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Leider wissen die wenigsten über die strafrechtlichen Folgen Bescheid und vielleicht wird Cybermobbing noch nicht ernst genug genommen.

In unsere Schule wollen wir es ändern und unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur über Folgen von Cybermobbing aufklären, sondern sie auch über die Schutzmaßnahmen informieren. Aus diesem Grund fand am 9. April 2014 die Veranstaltung “Tatort Internet – Nutzen und Gefahren der Neuen Medien” mit dem Ziel der Aufklärung der Schülerinnen und Schüler aller 5. Klassen statt. Zu uns kamen Herr Wortmann und Frau Schütz. Herr Wortmann ist Präventionsberater für Internet im Offenbacher Polizeiladen. Frau Schütz ist ‘Internet Medien Coach’ bei der Organisation „Weißer Ring“.

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In dieser lebendigen und interessanten Präsentation wurde mit teilweise drastischen Beispielen verdeutlicht, wie sorglos sich viele Jugendliche im Internet bewegen. Dass die Problematik des unbekümmerten Umgangs mit diesem modernen Medium sowohl zu strafrechtlichen Konsequenzen als auch zu beachtlichen psychosozialen Konflikten führen kann, führten die Referenten den interessierten Fünftklässlern anhand vieler plastischer Beispiele aus ihrer langjährigen Erfahrung eindrucksvoll vor Augen.

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(Informations-Flyer von ASS-Schülern zum Thema “Cybermobbing” zum Downloaden)

[Ber – 4/2014]