In den Herbstferien 2013 absolvierte ich ein Praktikum an der Goethe-Universität im Bereich Festkörperforschung der Physik. Hier ging es hauptsächlich um verschiedene Verfahren zur Züchtung von Kristallen.

Bevor ich über das Praktikum selbst etwas schreibe, möchte ich diese Möglichkeit jedem physikinteressierten Schüler ans Herz legen. Es waren wirklich zwei tolle Wochen, in denen ich viele Erfahrungen sammeln konnte, welche mir auch bei meiner Studienwahl weitergeholfen haben. Jedoch ist das Praktikum auch für Schüler interessant, die nicht unbedingt mit dem Gedanken spielen Physik zu studieren.

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Nun zum Praktikum selbst. Wie man wahrscheinlich schon lesen konnte, haben mir diese zwei Wochen an der Uni viel Spaß gemacht, denn ich hatte nicht nur sehr nette und hilfsbereite Kollegen an meiner Seite, die mich in ihre Arbeit mit eingebunden haben, es war auch sehr vielseitig und nie langweilig.

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Am ersten Tag wurden mir selbstverständlich erst einmal die Kollegen vorgestellt und der Arbeitsbereich gezeigt. Von da an habe ich auch sofort meinen Praktikumsbeauftragten, Herrn Luther, begleiten und unterstützen dürfen.

Was mir dabei besonders gefallen hat, war, dass mir die verschiedenen Tätigkeiten nicht nur erklärt und gezeigt wurden, ich durfte auch eigenständig mithelfen. So habe ich im Laufe der zwei Wochen nicht nur Maschinen repariert und ausgewechselt, verschiedene Werkzeuge auf Beschädigungen überprüft und mein eigenes Thermoelement gebaut, sondern auch verschiedenen Studenten, die dabei waren ihre Master- oder Doktorarbeit zu schreiben, begleitet und durfte auch hier helfen.

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Ich habe Behälter geschliffen, die jeweils spezifische Größen für die späteren Mischungen der Kristalle haben mussten, konnte beim Anfertigen von Proben zusehen, beim Schweißen und beim Erhitzen.

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Auch haben wir Eisen zum Schmelzen und Schweben gebracht. Wieder etwas Erwähnenswertes ist hierbei, dass mir die ganzen verschiedenen Verfahren der Kristallzüchtung, Temperaturmessung etc. nicht nur mündlich erklärt wurden, ich hatte auch die Zeit, das mir von meinem Praktikumsbeauftragten gegebene Material durchzuarbeiten.

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Außerdem hatte ich die Möglichkeit, während meines Aufenthalts an der Uni, mir die Vorlesungen der Experimentalphysik anzuhören, wobei von Vorteil war, dass mein Praktikum genau zu Beginn des ersten Semesters lag.

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Wie bereits erwähnt, hatte ich auch ein sehr nettes Kollegium. Wir haben uns alle sehr gut verstanden und ich wurde auch direkt in die Gruppe aufgenommen.

Der Höhepunkt des Praktikums war jedoch die Züchtung meines eigenen Kristalls.
Unter Beobachtung, jedoch allein, durften eine weitere Praktikantin und ich, selbst die verschiedenen Elemente abwiegen, mischen und alles Weitere vorbereite und abfüllen. Nur das Platzieren im Hochofen übernahm Herr Luther, da dies für uns zu gefährlich gewesen wäre.

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Alles in allem und wie man dem Text vielleicht entnehmen kann, war das Praktikum eine sehr schöne Erfahrung, die ich nur jedem weiterempfehlen kann!

Nazia Raja, Q4
[5/2014]