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Im Mittelpunkt des „Tag des offenen Denkmals 2014“ (14. September 2014) stand die Architektur unseres Altbaus und besonders unsere Alte Turnhalle, die 2001 restauriert und nach alten Plänen wieder in den Originalzustand von 1911 versetzt wurde.

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Der Altbau der Albert-Schweitzer-Schule gehört zu den
Kulturdenkmälern der Stadt Offenbach.

Dem Bewahren unseres kulturellen Erbes widmet sich auch die UNESCO mit der Verleihung des Titels „UNESCO-Welterbestätte“ (Weltkulturerbe und Weltnaturerbe). So unterstützt die ASS als UNESCO-Projektschule den Gedanken des Bewahrens von Kulturdenkmälern.

Daher haben Schüler und Schülerinnen während der Projektwoche mit dem Rahmenthema „WELTERBE ERDE – mach dich stark für Vielfalt“ unter anderem viele UNESCO-Welterbestätten kennen gelernt.

Eine Projektgruppe (Leitung: Herr von Caprivi und Frau Juvan) hat Modelle ausgewählter UNESCO-Welterbestätten aus drei Kontinenten nachgebaut, wie das Taj Mahal, den Big Ben oder das Opernhaus von Sydney. Diese und die Ergebnisse anderer Projektgruppen, wie die Tonplastiken der Maoi (Frau Wurm), Leinwandbilder von ausgewählten und farbig umgewandelten Motiven sowie Fotografien spannender Details unserer Schule (Frau Grimm), wurden am „Tag des offenen Denkmals“ in unserer Alten Turnhalle ausgestellt.

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Ergänzt wurden diese Projektwochenergebnisse durch fotografische Reproduktionen alter Schülerbilder ab den 1880-er Jahren (Herr Schneider-Grimm).

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Die Ausstellung wurde von vielen interessierten Besuchern sehr positiv kommentiert und beim Aufenthalt in der Alten Turnhalle kamen einigen Gästen Geschichten ihrer Schulzeit in den Sinn, die sie uns anwesenden Lehrerinnen und Lehrern gerne erzählten.

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Frau Gisela Schäfer entdeckte auf einer Fotografie von 1968 einige Schulkameradinnen ihrer Jugendzeit an der Albert-Schweitzer-Schule. Auch die bekannte Schauspielerin Daniela Ziegler besuchte damals unsere Schule.

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Herr Werner König berichtete, dass es früher an der Schule eine Seidenraupenzucht gegeben habe. Er ging ab 1939 in unserem Altbau zur Schule. Diese hieß damals „Großherzogliche Oberrealschule am Friedrichsplatz“ und wurde erst 1956 in „Albert-Schweitzer-Schule“ umbenannt.

Die Seidenraupen wurden im Rahmen des naturwissenschaftlichen Unterrichts gezüchtet, gefüttert, die Kokons gesammelt und weggeschickt. Dies geschah allerdings zielgerichtet, da in den Kriegsjahren die Seide der Kokons für die Fallschirmproduktion gebraucht wurde. Herr König erzählte weiter, dass er während dieser bedrückenden Zeit im Keller der Schule Wachdienst halten musste, um gegebenenfalls einen Brand zu melden.

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Der Besucher Hans Göbel aus Bad Orb kannte noch persönlich den Bildhauer Daniel Hauenstein, der unsere Albert-Schweitzer-Büste im Treppenaufgang zum ersten Stock geschaffen hat. Sie ist mit Sicherheit allen Schülern und Lehrern bekannt, die an ihr Tag für Tag und Pause für Pause vorbei gehen.

Die Initialen des Künstlers „D und H“ könnten bei der Portraitbüste eingraviert sein, vermutete Herr Göbel. Ich habe die Initialen leider nicht gefunden, aber vielleicht entdeckt sie jemand.

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Beatrice Grimm [9/2014]