Selbstbewusst setzt Hüda das schwere Kesselmundstück der großen Posaune an seine Lippen. Er holt so tief Luft wie noch nie zuvor – und stößt dann eine laute und tiefe Fanfare aus dem goldglänzenden Instrument heraus. So laut, dass sich Mitschüler und Lehrer vor Schreck die eigenen Ohren zuhalten müssen! Hüda (6c) hat zuvor noch nie ein Blechblasinstrument aus der Nähe gesehen. Aber aus seiner ersten Begegnung mit der Posaune macht er ein beeindruckendes akustisches Spektakel.

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Am Dienstag und Mittwoch vor den Herbstferien wurde die ASS von dem knallgelben „Musikmobil” aus Frankfurt besucht. Der 18 Meter lange Truck gehört zwar der Musikschule Frankfurt, aber eine Kooperation der beiden städtischen Musikschulen Offenbach und Frankfurt ermöglichte es, dass dieses außergewöhnliche Bildungsangebot auch den ASS-Schülerinnen und Schülern aus den 5. und 6. Klassen gemacht werden konnte.

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Vor einem Jahr Jahr beschloss der Frankfurter Musikschulleiter, Christoph Hornbach, die Route des mobilen Musik-Lkws, der schon seit 2010 eingesetzt wird, auf Offenbach auszuweiten. Mehr als 250 ASS-Schüler durften klassenweise den riesigen Truck betreten, in dem sie von den routinierten Musikpädagoginnen Ulrike Winter und Irina Casola erwartet wurden. Begleitet wurden die Klassen auch von Offenbachs stellvertretendem Musikschulleiter Simon Waldvogel und von ihren jeweiligen Musiklehrern.

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Das Musikmobil war mit zahlreichen Saiten-, Schlag-, Tasten- und Blasinstrumenten ausgerüstet: Von der Gitarre über den Kontrabass und die Harfe bis hin zum Horn und zur Posaune war alles dabei. Unter Anleitung durften die Kinder eine Auswahl der vielfältigen Instrumente anfassen, ausprobieren und auch versuchen, diesen ein paar Töne zu entlocken. Einigen talentierten Kindern gelang dies auch auf beeindruckende Weise. Dies zeigte auch Simo (6c), der sogar aus zwei verschiedenen Instrumenten (Harfe und Posaune) Musik hervorzaubern konnte.

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Ziel der Aktion war es, die Kinder nachhaltig für das Musizieren mit ihnen unbekannten Intrumenten zu interessieren. Bei Gefallen am Musizieren entschieden sich schon einige Schüler nach dem dreiviertelstündigen Appetithappen für eine kostenlose Probestunde an der Musikschule Offenbach.

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Die erfahrenen Instrumentalpädagoginnen beobachteten die Schülerinnen und Schüler ganz genau. Meist konnten sie schnell erkennen, ob ein Kind ein Instrument wie einen Fremdkörper betrachtet oder ob es Talent besitzt. Es wurden auch Tipps gegeben, welches Instrument für welches Kind in Frage kommen könnte.

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Beim Ausprobieren wurden auch schon mal neue Vorlieben entdeckt: „Ich habe früher mal Blockflöte gespielt und fand das eher langweilig”, berichtete die elfjährige Chantal (5c) der ebenfalls anwesenden Reporterin der Offenbach Post. Im Musikmobil strich sie nun begeistert die Saiten einer Geige, deren schöner, heller Klang ihr viel besser gefiel als der Sound der Blockflöte.

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Nun freuen sich schon einige Kinder auf die erste richtige „Probe”-Stunde in der Musikschule. Und die ASS freut sich auf die Wiederholung dieser Aktion im nächsten Jahr!

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[Lm – 10/2014]