Am Donnerstag, den 29. März 2015 begann die Reise nach Spanien für 12 Schüler der E2 und unsere Betreuer Frau López und Herr v. Caprivi. Nach einem amüsanten Flug, der circa 2 Stunden dauerte, wurden wir sehr herzlich am Flughafen von Madrid von unseren Gastfamilien empfangen. Ab da begann eine aufregende Woche in der spanischen Hauptstadt. Die meisten von uns wohnten in kleineren Wohnungen und manchmal auch mit ihren Austauschpartnern in einem Zimmer, was aber nicht weiter schlimm war, sondern eher das Kennenlernen förderte.

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In der darauf folgenden Woche zeigten uns unsere Austauschpartner und unsere Betreuer Madrid. Wir sahen alle Sehenswürdigkeiten, die es in Madrid gibt. Die Stadt Madrid an sich hat uns sehr beeindruckt. Eine wunderschöne Stadt, die wir uns auch bei Nacht anschauen durften. Doch unser persönlicher Favorit ist Toledo, die Stadt der drei Religionen und ehemalige Hauptstadt Spaniens. Dort haben wir eine sehr schöne Zeit verbracht.

Was sofort auffällt, ist, dass die Spanier einen ganz anderen „Lebensrhythmus“ haben als die Deutschen. Zum Beispiel beginnt die Schule regulär viel später als in Deutschland, geht dafür auch an manchen Tagen viel länger. Gegessen wird in Deutschland schon um 20:00 Uhr, während in Spanien erst um 22:00 Uhr zu Abend gegessen wird. Ebenso sind die Schlafgewohnheiten in Spanien anders, sie gehen für deutsche Verhältnisse sehr spät schlafen.

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Allerdings herrscht in  den spanischen Familien eine sehr  vertrauliche Atmosphäre und dadurch bekamen wir sehr schnell ein heimisches Gefühl. Durch die Offenheit und Akzeptanz der Spanier wurden wir sehr schnell integriert und fühlten uns so, als würden wir dort leben. Sie begrüßen auch anders als in Deutschland, man küsst sich dort immer auf die Wangen.

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Anders als in Deutschland sind einige Geschäfte bis um vier Uhr morgens geöffnet oder machen schon um 2 Uhr morgens auf. Das Nachtleben in Spanien ist sehr aufregend und lebendig, da die U-Bahn sogar um 2 Uhr morgens vollgepackt ist.

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Die Geschäfte in Spanien ähneln denen in Deutschland. Allerdings ist es auffällig, dass manche Markenprodukte viel billiger sind als in Deutschland. Daher waren wir alle fleißig am Einkaufen.

Das spanische Schulsystem ist anders aufgebaut als bei uns in Deutschland, aber es macht durchaus Sinn. Es ist teilweise härter, da die Schüler des Instituto „San Mateo“ an manchen Tagen zum Beispiel drei Arbeiten schreiben, wobei wir meist höchstens nur drei Arbeiten in einer Woche schreiben. Ferner sind die ganzen Ferien auf den Sommer konzentriert. Dadurch hat man an einem Stück viel Schule, was sehr erschöpfend sein kann. Außerdem kann man sich nach den Ferien nur schwer an das erinnern, was man vor den Ferien gemacht hat.

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In Spanien gab es keinen Zeitpunkt, an dem wir Hunger hatten, da unsere Gastmütter uns leckere „bocadillos con jamón y tomate“ bereitstellten, das sind leckere Brote mit speziellem Schinken aus Spanien. Ein Lieblingsessen war die selbstgemachte „Paella“ der Gastfamilie. Unsere Gastfamilien gaben sich sehr viel Mühe, damit wir alles, was an Spanien typisch ist, sehen und erleben durften. Mein Lieblingsnachtisch ist allerdings „churros con chocolate“.

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Dieser Austausch war eine neue und positive Erfahrung für uns alle, da wir nicht als Touristen nach Madrid gereist sind, sondern am normalen Alltagsleben teilhaben konnten.

Wir haben als Gruppe gut funktioniert und harmoniert. Daher fiel es uns nicht schwer Entscheidungen zu treffen und wir waren alle begeistert gemeinsam etwas Neues zu lernen.

Uns allen fiel es schwer am Ende Abschied zu nehmen, da die Austauschschüler in dieser kurzen Zeit  uns sehr ans Herz gewachsen sind. Es sind viele neue Freundschaften entstanden und dieses Erlebnis verbindet uns für immer.

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Wir können jedem empfehlen, der offen für Neues ist, einen Austausch wie diesen nach Spanien mitzumachen. Es hilft nicht nur sprachlich, sondern bringt auch neue Freunde ins Leben. Leider mussten wir schon am 5. April 15 den Rückflug antreten.

Wir freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen!

 

Von: Melina Afonso / Leon Daus / Helen Engelhorn / Johann Hartmann / Paul Hering / Chiara Hertsch / Sippora Gebreyohannes / Michelle Kaspar / Simon Krasselt-Priemer / Matea Markovic / Emily Rist / Fabio Tomás

[6/2015]