Albert-Schweitzer-Schule aus Offenbach hilft Schule in Nepal-Himalaya nach schweren Erdbeben

Nach den besonders schweren Erdbeben in Nepal vor gut einem Jahr spendeten Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule in Offenbach € 8.500,- der Aktion „Kleiner Prinz“, die in Kooperation mit der Kinderhilfe Nepal das Geld weiterleitete.

Ihre Spende wurde gezielt für den Wiederaufbau der nahezu total zerstörten Thangka-Malschule im 3.000-Meter hoch gelegenen Ort Lukla im Himalaya-Gebiet eingesetzt.

Schule in Nepal 2016 klein

In der Thangka-Malschule für Jungen (Mönche) erlernen die Kinder neben schulischen Bildungsinhalten vor allem die Kunst der Thangka-Malerei, um später hiermit auch ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Gleichzeitig trägt diese Ausbildung dazu bei, die Tibetisch-Buddhistische Kultur ihres Landes zu bewahren.

Vor einigen Wochen konnte nach der Vollendung des Wiederaufbaus der geordnete Schulbetrieb wieder aufgenommen werden.

Die offizielle Einweihung fand im Rahmen einer großen Eröffnungsfeier statt. Durch die extrem exponierte Lage der Schule (keine Straßen, nur Fußwege und Trampelpfade) ist es gefährlich und sehr mühsam aus weiterer Entfernung zur Schule zu kommen.

So hatten einige einen stundenlangen Anmarschweg, um an dieser Eröffnungsfeier teilzunehmen. Insbesondere deshalb waren wir hoch erfreut, dass so viele Einheimische vor Ort waren.

Von Seiten der „Aktion Kleiner Prinz“ nahmen Maria Mussaeus und Dr. Michael Quinckardt und als Vertreterin der Kinderhilfe Nepal e.V. ich, Monika Lucht, als Ehrengäste teil.

Unsere Anreise aus Kathmandu gestaltete sich sehr abenteuerlich. Der gefährlichste Flughafen der Welt in Lukla war aufgrund schlechter Wetterverhältnisse geschlossen. Nach 6-stündiger Wartezeit auf dem Flughafen in Kathmandu, in der Hoffnung auf Wetterbesserung, entschlossen wir uns dann, mit einem Helikopter zu fliegen. Dieser brachte uns unter größten Schwierigkeiten nach Lukla, wobei er außerhalb des offiziellen Flughafens landete.

Sehr überrascht, aber hocherfreut waren wir, dass trotz unserer extrem großen Verspätung (mehr als acht Stunden als geplant) noch alle anwesend waren.

Mit vielen Dankesreden des Schulkommitees und Schüler(innen), Gesängen und Tanzaufführungen wurde die Eröffnungsfeier sehr stimmungsvoll gestaltet.

Auch Maria Mussaeus und ich konnten in unseren Ansprachen von vielen Spendern in Deutschland, u.a. auch der ASS, berichten, die mit ihren Aktivitäten große Beträge gesammelt hatten.

Wir konnten uns davon überzeugen, dass der Schulneubau jetzt auch erdbebensicherer fertiggestellt wurde.

Im Rahmen unseres zweiwöchigen Aufenthaltes in Nepal, einem der ärmsten Länder der Erde, haben wir noch weitere von der Kinderhilfe Nepal e.V. unterstützte Projekte, u.a. Kindergärten, Schulen und auch gesponsorte Patenkinder besucht und getroffen.

Wir mussten feststellen, dass noch immer viele Gebäude nicht wieder aufgebaut bzw. restauriert werden konnten. Zwischen großen Trümmerbergen stehen nahezu überall Zelte, in denen die Menschen noch immer notdürftig leben.

Nepal wird noch sehr viele Jahre benötigen, um die größten Schäden zu beseitigen.

Nochmals vielen tausend Dank an alle für Ihre großzügige Spende, auch im Namen vieler nepalesischen Eltern und Kinder.

Monika Lucht  (Warendorf, 30.6.2016)