Am Wandertag war großes Kunstprogramm angesagt. Unsere erste Station führte den Kunst-Leistungskurs (Q1) ins Städelsche Kunstinstitut (Städel) nach Frankfurt, wo wir von den alten Meistern ausgehend eine “chronologische Kunstreise” bis in die Moderne und in die Gegenwartskunst unternahmen.

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Mit viel Geduld hörte der LK-Kunst den Ausführungen von Frau Grimm zu, Fragen wurden erörtert. Nach Betrachtung herausragender Werke der Mittelalterlichen Kunst, der Renaissance etc. traten erste Erschöpfungserscheinungen auf, und zwar im Raum der ausgestellten Expressionisten.

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Und doch nahmen die Schülerinnen und Schüler einzelne Werke sehr genau in Augenschein.

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(Ernst Ludwig Kirchner, Nude Girl, 1921)

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(Rechts: Ernst Ludwig Kirchner, Mutter und Kind, 1924)

Wir hielten auf unserer Tour immer wieder Ausschau nach einem bestimmten Werk von Max Ernst und freuten uns auf den vorbereiteten Vortrag von Shirley. Das Bild befand sich aber auch nicht in dem erwarteten Raum bei den Surrealisten. Nun suchte auch das Personal im Städel mit, fand es auch nicht und teilte uns mit, es sei wohl ausgeliehen. Schade, ausgerechnet dieses Bild! Für alle, die das Bild sehen wollen, hier ein Link: http://www.staedelmuseum.de/de/highlights-der-sammlung

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Der Weg in die Abteilung der Gegenwartskunst erschien einigen wie eine “Erlösung”.

In dem unterirdischen Erweiterungsbau (2012 eröffnet) erwarteten uns an die 1000 Kunstwerke die viele Fragen aufwarfen.

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Wie wurde Lucio Fontanas Werk “Concetto Speziale-Attese, Räumliches Konzept-Erwartungen, 1962/63” gemacht? Vier Einschnitte sind auf der blauen Leinwand zu sehen. Panagiotis traute sich, uns den möglichen Bewegungsablauf des Einritzens der Leinwand vorzuführen und er wählte eine konzentriert langsame Führung des imaginären Schneidewerkzeugs. War es so? Wir wissen es nicht aber die anschließende Diskussion über dieses Bild war lebhaft und tiefgründig.

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Nach Befragung weiterer Werke war es an der Zeit eine Entscheidung zu treffen: Schaffen wir es noch, uns die Fotografieausstellung von Annie Leibovitz im Kunstverein der Familie Montez anzusehen? Der Besuch dieser Ausstellung war nur noch zwei Tage möglich und dies gab Auftrieb, denn Werke dieser großartigen Fotografin in Frankfurt zu sehen war etwas Besonderes. Mit S-Bahn und nach längerem Laufweg erreichten wir die Honsellbrücke, waren also fast wieder in Offenbach. Die Anstrengung hatte sich gelohnt und der Kunst-Leistungskurs hat hier ein großes Lob von der Kursleiterin, Frau Grimm, für seine Leistung verdient.

Bildeindrücke der Ausstellung: Women: New Portraits Annie Leibovitz

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(Fotografien oben: Klaus Schneider-Grimm)

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Weitere Fotografien und Eindrücke der Ausstellung siehe unter Kunst.

[Gri – 11/2016]