Vom 3. bis 5. Mai 2019 fand die diesjährige, lang ersehnte Chorfahrt statt, die uns in die prächtige Barockstadt Dresden führte.

Kaum waren wir nach der 5-stündigen Busfahrt in Sachsens Hauptstadt angekommen, fand bereits in der Jugendherberge für die Chöre eine erste Probe zu unserem diesjährigen Stück, der Kinderoper „Brundibár“, statt.

Im Anschluss daran begaben wir uns alle gemeinsam auf eine erste Erkundungstour durch Dresdens Altstadt, die uns in den berühmten Zwinger, an der Semperoper vorbei und auf die Brühl‘sche Terrasse führte. Dort erwartete uns ein sensationeller Blick über die Elbe hinweg in Richtung Neustadt. Von diesem Anblick mussten wir uns jedoch bald trennen, denn am Abend stand der Besuch des mitreißenden und eingängigen Musicals „My Fair Lady“ an, von dem alle begeistert waren.

Trotz des langen Abends fanden sich alle früh am nächsten Morgen pünktlich im Bus wieder, der uns nach Tschechien ins Konzentrationslager Theresienstadt brachte. Da die Kinderoper „Brundibár“ ursprünglich hier von den Insassen für die Offiziere aufgeführt worden war und sie damit einen ernsten Hintergrund hat, wollten wir uns diesen Ort näher anschauen, um uns mit den historischen Hintergründen näher auseinanderzusetzen und dadurch ein besseres Verständnis für das Stück zu entwickeln.

In altersgerechten Führungen wurde uns die düstere Geschichte dieses Ortes nähergebracht, die uns alle in eine nachdenkliche und bedrückte Stimmung versetzte.

Um diese wieder aufzuhellen, machten wir nach einer kurzen Stärkung in einer Pizzeria noch einen Stadtbummel durch Dresden und tauschten uns erst abends in Verbindung mit einer weiteren Probe über die gesammelten Eindrücke des Vormittags aus. Den restlichen Abend ließen wir gemütlich mit Gruppenspielen und einem Film über unser Stück ausklingen.

Nach einer letzten Probe am nächsten Morgen spazierten wir nochmals in die Dresdener Innenstadt, um uns das prachtvoll gestaltete Grüne Gewölbe im Residenzschloss – die historische Schatzkammer der Stadt – anzusehen sowie die berühmte Frauenkirche von innen zu betrachten.

Bepackt mit Souvenirs und neuen Eindrücken erwartete uns unser Busfahrer danach auch schon zur Rückfahrt nach Offenbach.

Julia Kopitzki
[6/2019]

[Sbt – 5/2019]