Christos Assiklaris untersucht Pilze, die Plastik abbauen.


Foto: © Stiftung Jugend forscht e. V.

ASS-Schüler Christos Assiklaris (Q2) hat am 19. Mai 2019 in Chemnitz beim Bundesfinale von „Jugend forscht“ einen mit 1000 Euro dotierten Sonderpreis in der Kategorie Biologie für eine Arbeit auf dem Gebiet der Biotechnologie gewonnen.

Bundeswettbewerb Jugend Forscht 2019 in Chemnitz

Foto: © Stiftung Jugend forscht e. V.

In seinem Projekt experimentierte Christos mit Mikroorganismen, die Plastik „fressen“. Er konnte zeigen, dass sich mit einigen Pilzen der Kunststoff Polyurethan abbauen lässt.

Mikroplastik, also kleinste Kunststoffteilchen, kann man nicht nur in unseren Ozeanen finden. Noch größer sind die Mengen, die sich auf landwirtschaftlichen Böden ansammeln.

Foto: © Stiftung Jugend forscht e. V.

Auf der Suche nach einem Weg, Böden von Mikroplastik zu befreien, stieß Christos Assiklaris auf Pilze, die im biologischen Pflanzenschutz eingesetzt werden. Der Jungforscher zeigte, dass man mit den Mikroorganismen nicht nur schädliche Insekten bekämpfen kann, sondern dass sich damit auch der Kunststoff Polyurethan abbauen lässt.

Sollten sich seine Ergebnisse auf das Freiland oder Kläranlagen übertragen lassen, könnte dies ein entscheidender Schritt im Kampf gegen Mikroplastik sein. Zudem könnte Kunststoffabfall als Rohstoff für die pilzbasierten Pflanzenschutzmittel umweltfreundlich entsorgt werden.

Beim Bundesfinale waren 190 junge Forscher aus ganz Deutschland vertreten. Assiklaris’ Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Julius Kühn-Institut in Darmstadt, einem Forschungsinstitut für Kulturpflanzen. Der Schüler konnte für seine Arbeit ein Labor der Einrichtung nutzen.

Christos Assiklaris hatte bereits im Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ gewonnen.

[Lm – 5/2019]