Offenbach Post, 28.5.19

Beim Roboterwettbewerb in Offenbach am 25. Mai 2019 waren 42 Teams am Start

Am 25. Mai stellten die Teams aus der Region ihre Ergebnisse an der Albert-Schweitzer-Schule vor und die Siegerteams konnten sich damit für das Deutschlandfinale in Schwäbisch Gmünd qualifizieren.

Das Thema der diesjährigen Saison lautete Smart Cities. Mit den vorgegebenen Schwerpunkten „Smart Education“, „Smart Governance“, „Smart Workplace“ dreht sich alles um die Anforderungen an eine Stadt der Zukunft – ein hochaktuelles Thema.

Der regionale Wettbewerb fand am 25. Mai 2019 in der Volker-Heim-Halle der Albert-Schweitzer-Schule in Offenbach statt.

Siegerehrung und Pokalübergabe übernahm in diesem Jahr Staatssekretär des Hessischen Ministeriums für Digitale Strategie und Entwicklung, Patrick Burghardt.

Die Offenbach Post berichtete darüber am 28.5.2019:

Bei Regionalentscheid
Technikbegeisterte Kinder präsentieren das Können ihrer Roboter

Offenbach Post, 28.5.2019

Technikbegeisterte Kinder und Jugendliche haben am Samstag beim Regionalentscheid für die World Robot Oympiad gezeigt, was sie können.

42 Teams stellten sich an der Albert-Schweitzer-Schule mit ihren Robotern den Herausforderungen, die das Wettbewerbsthema Smart Cities ihnen aufgab.

Offenbach – Sie nennen sich „Die Tiefbegabten“ und „Micro Machines“, steigen als „Simple Bots“ und „Schaschlik-Spießer“ in den Wettbewerb ein und erklimmen am Ende als „KFG Gabelstaplertruppe“ und „Team Plasma Reloaded“ das Siegerpodest. An fantasievollen Namen mangelt es den Mannschaften nicht, die sich am Samstag in der Volker-Heim-Halle der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) dem Regionalwettbewerb zur World Robot Olympiad stellen. Vor allem haben die Mädchen und Jungen Köpfchen.

Das Gymnasium ist einmal mehr Gastgeber für Schülerteams, die aus Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz nach Offenbach gekommen sind, um mit ihren selbstgebauten und programmierten Robotern zu zeigen, was sie drauf haben. „42 Teams sind ein neuer Teilnehmerrekord“, freut sich nicht nur Lea Wendisch, an der ASS als Fachlehrerin für die MINT-Fächer Mathematik und Informatik tätig und seinerzeit eine treibende Kraft beim Aufbau der Junior-Ingenieur-Akademie an dem Gymnasium. Wendisch ist – um in der Computersprache zu bleiben – die Festplatte der Veranstaltung, betreut das schuleigene Team und hat mit Tochter Kira erstmals ein Mitglied der eigenen Familie im Wettbewerb. Das bedeutet Mehrfachanspannung.

Wendisch freilich braucht sich keine Sorgen zu machen, die Veranstaltung läuft ab wie am Schnürchen, ist wiederum bestens vorbereitet. Die Haustechnik steht, die Verpflegung der Teilnehmer und ihrer begleitenden Eltern sowie der Coaches und des übrigen Publikums klappt. Sämtliche Siegerurkunden sind geschrieben, die Staatssekretär Patrick Burghardt (CDU) vom Hessischen Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung überreicht, als am Abend die Besten auf die Bühne gerufen werden. Dafür sorgen zahlreiche Helfer vor und hinter den Kulissen.

Die perfekte Organisation anerkennt auch Käthe Engler von IBM Deutschland, neben dem Verein „Technik begeistert“ zweiter Träger des größten Roboterwettbewerbs für junge Talente in Deutschland. „Die ausrichtende Schule in Offenbach hat das wieder einmal bestens hinbekommen.“ Vor allem beeindruckt Engler jedoch das hohe Leistungsniveau der Kinder – die jüngsten sind gerade mal acht Jahre alt – und der Jugendlichen in den verschiedenen Kategorien, die sich für Naturwissenschaft und Technik begeistern und in dem achtstündigen Wettbewerb bestehen wollen. 120 Minuten Zeit haben alle, um ihre Roboter zu bauen und deren Funktionsfähigkeit zu testen, bevor es ernst wird. Vier Durchgänge gibt, es wobei die Ergebnisse der beiden besten in die Bewertung einfließen. Die Kleinsten ab sechs Jahre freilich bleiben frei von Wettkampfdruck. Hier setzt man auf eine eher spielerische Herangehensweise.

In der Altersklasse Elementary (bis zwölf Jahre) schicken die Mädchen und Jungen einen Roboter auf die Strecke, der Personen selbstständig zu unterschiedlichen Orten in der imaginären Stadt transportiert. Um einiges schwieriger wird es für die Teilnehmer in der Junior-Kategorie. Die 13- bis 15-Jährigen setzen Roboter ein, die alte Lampen durch smarte – sprich intelligente – Leuchtmittel ersetzen sollen. „Die ausgedienten Lichtspender müssen korrekt entsorgt werden, während die neuen Lampen an die richtigen Einsatzorte zu bringen sind“, erläutert Käthe Engler, die auch Jurorin ist, die Aufgabe. Der Schwierigkeitsgrad schraubt sich weiter nach oben bei der Aufgabenstellung für die Senior-Altersklasse (16+). Hier wird ein Roboter benötigt, der die Infrastruktur einer Stadt modernisiert, indem er neue Router installiert und Stadtteile mit Glasfaserkabeln verbindet.

Ihren Vorjahreserfolg in der Elementary-Kategorie wiederholen Louis und Leon („Team Plasma Reloaded“) von der Grundschule Dornholzhausen in Bad Homburg und sind beim Deutschland-Finale dabei. Das gilt auch für die „Simple Bots“, ein Privatteam aus Frankfurt, und die Mannschaft „KFG Technik“ vom Kaiserin-Friedrich-Gymnasium Bad Homburg in der Junior-Kategorie. In der Senior-Klasse gewinnt die „KFG Gabelstaplertruppe“ aus der gleichen Schule vor dem „OSHPE-Team“ der Marienschule Limburg. Sie fahren ebenfalls nach zum Deutschland-Finale. Staatssekretär Burghardt, der den Mannschaften Urkunden und Pokale überreicht, würdigt den Wettbewerb als bedeutenden Beitrag, „der das Lernen auf eine neue Ebene hebt und Wissen mit Leidenschaft und Zielstrebigkeit verbindet“.

Von Harald H. Richter

[Wen – 5/2019]