Am 13. Februar 2020 machte der Kurs des Wahlunterrichts JIA (Junior-Ingenieur-Akademie) der Jahrgangsstufen 9 und 10 einen Ausflug zur Firma Rolls-Royce in Oberursel.

Rolls-Royce ist eine Firma, die sich auf Triebwerks- und Flugmotorenbau für die militärische, aber auch für die zivile Luftfahrt spezialisiert hat. Diese internationale Firma hat eine ihrer Niederlassungen in Oberursel, wo wir zu Besuch waren, um Einblicke in die Arbeitswelt eines Ingenieurs und Mechanikers zu bekommen.

Unser Ausflug startete damit, dass wir für die angesagte Führung durch die Auszubildendenwerkstatt mit Stahlkappenschuhen und Schutzbrillen ausgestattet wurden. Doch bevor es losging, wurden wir deutlich darauf hingewiesen, dass erhöhte Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. Aus diesem Grund musste auf dem gesamten Gelände das Handy in der Tasche bleiben und Fotografieren war streng verboten. Nach diesen Hinweisen gingen wir mit einem Mitarbeiter von Rolls Royce, der uns den ganzen Tag begleitete, zuerst zum Haupt- und Verwaltungsgebäude, in welches wir kurz einen Blick werfen durften.

Danach ging es in die Auszubildendenwerkstatt, in der wir in zwei Gruppen mit jeweils einem Azubi aufgeteilt wurden.

Die Azubis zeigten uns verschiedene Maschinen und gaben uns Informationen über die Prüfungen und Anforderungen einer Ingenieurs- oder Mechaniker-Ausbildung. Weiterhin erzählten sie uns über ihren Tagesablauf (auch neben der Schule) und stellten noch einmal klar, dass der Firma Rolls-Royce das Arbeitsklima und auch eine ausgeglichene Geschlechterverteilung sehr wichtig sind und sie daran auch in den nächsten Jahren arbeiten würden.

Die Azubis und der uns begleitende Mitarbeiter führten uns anschließend in das kleine Privatmuseum der Firma, in dem einige Prototypen und auch fertige Maschinen ausgestellt sind. Wir erlebten eine Reise durch die Zeit: von den Anfängen der Firma, ihren großen Erfolgen und den Krisenjahren. Besonders beeindruckend war dabei ein großes Triebwerk, das am Ende des Museums ausgestellt ist und das wir uns aus nächster Nähe anschauen und erklären lassen konnten. Der Ausflug endete mit einer Fragerunde.

Der Tag war insgesamt sehr lehrreich in Bezug auf die Geschichte von Rolls-Royce und die Ausbildungsmöglichkeiten. Zudem haben wir einen guten Arbeitsgeber kennen gelernt, der für handwerklich und technisch begeisterte oder begabte Leute, auch ohne Abitur, einen guten Arbeitsplatz anbietet und sich außerdem für mehr Frauen in dieser Arbeitsbranche einsetzt. Für technisch Interessierte sicherlich ein toller Praktikumsplatz.

Romy Metzner und Nikoleta Athanasiadou (Kl. 10c)
[3/2020]