Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beschäftigt sich die Albert-Schweitzer-Schule intensiv mit der Thematik Rassismus. Anlässlich der Ereignisse um den Tod des US-Amerikaners George Floyd Ende Mai in Minneapolis und den anschließenden weltweiten Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt haben Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a während des Home-Schoolings Artikel zu dem Thema “Nein zu Rassismus!” geschrieben, die an dieser Stelle veröffentlicht werden.


Nein zu Rassismus! – von Aaliyah Murray

Rassismus ist, wenn Menschen zum Beispiel wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Religion benachteiligt oder schlecht behandelt werden. Aber eigentlich gibt es keine allgemein akzeptierte Definition von Rassismus. Rassisten glauben, dass Menschen mit einer anderen Hautfarbe oder anderer Herkunft weniger wert sind. Sie halten sich selbst also für etwas Besseres. Das ist natürlich nicht richtig, denn alle Menschen sind gleich viel wert – egal, welche Hautfarbe oder Religion sie haben oder woher sie kommen. Aufgrund dessen werden die Möglichkeiten und Chancen der Teilnahme der Betroffenen an der Gesellschaft verringert.

Rassismus basiert auf dem Schema von Vorurteilen und Stereotypen, diese werden jeder Gruppe in der Gesellschaft nachgesagt. Eine bestimmte Art von Menschen mit weißer Hautfarbe denkt, dass sie besser und zu größeren Leistungen fähig seien als andere Menschen. Damit wird der eigene Stellenwert erhöht und andere, ihnen fremde Menschen und Völker werden abgewertet und auf eine niedrigere Stufe gestellt.

Der Begriff ,,Rassismus” ist erheblich jünger als der damit verbundene Sachverhalt. Er entstand in den 1920er Jahren als antirassistischer Kampfbegriff. Der Ursprung des Rassismus geht auf die Kolonialisierung Afrikas und Südamerikas zurück. Millionen von Afrikaner wurden versklavt und ausgebeutet, was zum Gefühl der Überlegenheit der weißen „Rasse“ führte.

Das N-Wort geht auf die Kolonialzeit zurück. Dunkelhäutige wurden unterdrückt und haben den Begriff “N” zugeteilt bekommen. Damit wurde ihnen das Recht genommen, zu bestimmen, wie sie genannt werden wollen. In der Definitionserklärung des N-Wortes im Duden findet man folgendes: Besonderer Hinweis – Die Bezeichnungen Neger, Negerin sind stark diskriminierend und sollten vermieden werden. Als alternative Bezeichnungen fungieren Farbiger, Farbige sowie Schwarzer, Schwarze; letztere Bezeichnung ist z. B. in Berichten über Südafrika vermehrt anzutreffen, wohl um eindeutiger auf die schwarze Bevölkerung Bezug nehmen zu können. In Deutschland lebende Menschen mit dunkler Hautfarbe wählen häufig die Eigenbezeichnung Afrodeutscher, Afrodeutsche, die zunehmend in Gebrauch kommt.

Auch wenn der Rassismus mittlerweile wissenschaftlich widerlegt ist, ist er weiterhin in vielen Köpfen verankert. Diskriminierung aufgrund von Herkunft und Hautfarbe gehört daher auch heute leider noch zum Alltag vieler Menschen.

Der Afroamerikaner George Floyd war vor kurzem in der Großstadt Minneapolis von Polizisten festgenommen worden, mit einer derartigen Brutalität, dass er starb. Nachdem George Floyd sich Zigaretten kaufte und der Geschäftsinhaber den 20 Dollar Schein für gefälscht hielt, wurde von einem Polizisten minutenlang mit seinem Knie Druck auf George´s Genick ausgeübt, woraufhin seine Atemwege blockiert wurden und er an einem Herzkreislaufstillstand starb.

Man spricht von Racial Profiling, wenn Menschen allein aufgrund ihres physischen Erscheinungsbildes oder ethnischer Merkmale von der Polizei kontrolliert werden. Ursprünglich kommt der Begriff aus den USA, wo Afroamerikaner und Lateinamerikaner überdurchschnittlich von vielen polizeilichen Personenkontrollen betroffen sind.

Schlussendlich stellt sich die Frage, wie man mit Rassismus umgehen kann. Zuerst einmal sollte man sich über die Entstehung von Rassismus informieren. Wissen ist Macht und so kann man  Fehlinformationen entgegentreten. Trotzdem ist es sehr schwer, weil Rassismus unsichtbar ist. Es verbirgt sich hinter alltäglichen menschlichen Fehlern und Ausreden. Es fängt schon damit an, dass die Buntstiftfarbe namens ,,Hautfarbe” hell sind und es dadurch so dargestellt wird, als wäre alles andere als das keine natürliche Hautfarbe.

Quellen: Eigenkenntnisse

https://www.duden.de/rechtschreibung/Neger

https://german.stackexchange.com/questions/56298/bessere-bezeichnung-f%C3%BCr-hautfarbe-bei-stiften


Nein zu Rassismus! – von Irini Goutzikidou

Unter Rassismus verstehen wir die Diskriminierung einer Person wegen ihres Aussehens. Das bedeutet, dass eine Person benachteiligt wird, weil sie beispielsweise eine andere Herkunft hat. Zum Beispiel gab es letztens einen Vorfall von rassistischem Verhalten in den USA in Minneapolis. Ein dunkelhäutiger Bürger wurde von der Polizei acht Minuten lang am Boden gehalten und starb schließlich, da er keine Luft bekam. Dieser Bürger verlor sein Leben wegen eines rassistischen Polizisten aufgrund seiner anderen Hautfarbe. Es gibt aber auch alltägliche Situationen, die Rassismus zeigen, wie das Verbieten des Zutrittes zu einem Gebäude oder das Hinterherrufen von rassistischen Sprüchen.

Rassismus ist nicht nur ein heutiges Problem. Der Begriff unterteilt sich in zwei verschiedene Definitionen. Die erste Definition bezieht sich auf die menschliche Rasse, also die physischen, geistigen und charakteristischen Eigenschaften. Eine andere Definition erklärt, dass sich die Diskriminierung von eigenen Merkmalen zwischen fremden Merkmalen erhalten kommt. Im 17. Jahrhundert wurden Menschen schon in verschiedene Rassen unterteilt, da sich die Menschen nicht einig waren, welches Lebewesen zu den Menschen und welches zu den Tieren gehört. Schließlich wurden die Menschen im 18. Jahrhundert nach ihrer Farbe unterteilt. Letztendlich wurde das Unterteilen der Menschen kritisiert, aber trotz dessen wurde es in mehreren Ländern benutzt, welches im 19. Jahrhundert stattgefunden hat.

Die rassistische Sprache wird heute noch benutzt. Beispielsweise ist es für manche Menschen witzig oder normal, eine dunkelhäutige Person mit dem N-Wort anzusprechen. Das sogenannte „N-Wort“ bezeichnet alle südlich der Sahara lebenden Afrikaner und Afrikanerinnen. Es wurde während der Versklavung bei der europäischen Ausbreitung erfunden und erinnert heute noch Menschen an diese traumatische Zeit. In dieser Zeit wurden die Menschen als minderwertig angesehen und viele wurden von den Europäern umgebracht.

Aus diesem Grund werden unter diesem Begriff nicht nur dunkelhäutige Menschen wegen ihrer Hautfarbe beleidigt, sondern auch ihr Charakter wird als minderwertig und schlecht angesehen. Es gibt neben dem N-Wort auch andere rassistische Wörter, die täglich benutzt werden. Es gibt das Z-Wort, das M-Wort und auch im Sexismus gibt es solche Anmerkungen und Benachteiligungen.

„Racial Profiling“ lautet der Begriff für das Benachteiligen von Menschen, deren äußeres Erscheinungsbild anders ist und die somit als Gefahr angesehen werden, welches von der Polizei verursacht wird. Meistens bezieht sich das auf die Hautfarbe oder auf die vermutliche Religion der Person. Darunter versteht man, dass Polizisten und Polizistinnen solche Personen eher kontrollieren und Maßnahmen durchführen. Betroffene Personen des Racial Profiling werden dabei gedemütigt und verletzt.

Um den Rassismus zu vermeiden und zu verringern setzen sich Tausende von Menschen dagegen ein und demonstrieren auf den Straßen. Dies fing an, als das Video über George Floyd eine große Anzahl von Menschen erreichte. Diese Ungerechtigkeit öffnete vielen den Augen und sie schauen nicht mehr weg. Neben solchen großen Demonstrationen kann man auch Leute, die rassistische Anmerkungen machen, darauf ansprechen, denn auch die kleinen Dinge könnten jemanden zum Nachdenken bringen.


Nein zu Rassismus! – von Jakob B.

„Du bist anders als ich, weil du anders aussiehst oder woanders herkommst!“

„Du bist schlechter als ich, weil du anders aussiehst oder woanders herkommst!“

Das ist rassistisch.

Es gibt Menschen, die andere Menschen allein wegen ihrer Hautfarbe benachteiligen, ihnen schlechte Eigenschaften zuschreiben und für dumm halten.

Schon im Kolonialismus wurden Menschen so eingeordnet. Als „bessere weiße Rasse“ durfte man Ureinwohner unterdrücken, das Land für sich einnehmen und Sklaven aus den Menschen machen.

Es gibt Rassismus und Diskriminierung im Alltag, auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt und auch in den Schulen.

Oft sind die Wahrnehmungen der Menschen so eingefahren, dass sie zum Beispiel eine weiße Frau im Park mit einem Werkzeug ein Fahrrad aufmachen sehen und nicht reagieren, aber misstrauisch werden bei einem schwarzen Mann, der das gleiche versucht.

In einem Versuch beurteilten Kinder unterschiedlicher Hautfarbe gleichermaßen weiße Puppen als schön und klug und schwarze Puppen als hässlich und böse.
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=tkpUyB2xgTM

Manchmal kann es so aussehen, als wäre eine unbewusste Diskriminierung, zum Beispiel in der Sprache, gar nicht so eine große Sache. Aber den Betroffenen belastet es.

Es gibt Menschen, die sich weigern den Rassismus zu sehen, dem Menschen wegen ihrer Hautfarbe ausgesetzt sind. Aber wenn man selbst nicht betroffen ist, dann spürt man es nicht. Deshalb ist es auch nicht immer einfach etwas zu sagen, wenn Menschen sich rassistisch äußern und trotzdem wichtig.

Man muss den richtigen Weg finden, sein eigenes Kontra zu Rassismus deutlich zu machen.

Besonders bedenklich ist eine rassistische Gesinnung im polizeilichen Alltag. „Racial Profiling“, ein Begriff aus den USA, beschreibt das Vorgehen Menschen allein aufgrund ihrer äußerlichen Merkmale polizeilich zu kontrollieren oder sogar zu kriminalisieren. Sogenannte Randgruppen werden als Gefahr wahrgenommen und schlecht behandelt. Das kann krank machen und verängstigen, ist oft demütigend und verstößt dazu noch gegen das Grundgesetz (Art. 3). In Deutschland wird die Praxis als Fehlverhalten einzelner Sicherheitsbeamter betrachtet. Das halten manche für nicht richtig, da klare Gesetze fehlen für eine nicht rassistische Behandlung von Randgruppen.

Aktuell führt der Tod des Afroamerikaners George Perry Floyd in Minneapolis in vielen Teilen der Welt zu Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus. Auch in Deutschland gehen Tausende trotz Corona auf die Straße.

Perry Floyd wurde bei einer gewaltsamen Festnahme durch vier Polizisten getötet.

Ein Video zeigte die grenzenlose Gewalt und Grausamkeiten eines Polizisten, der es offensichtlich genießt, den Mann sterben zu lassen. Der Polizist wurde angeklagt, sein Knie insgesamt fast 9 Minuten auf den Hals des Opfers gedrückt zu haben, auch noch als er sich nicht mehr wehren und atmen konnte und sogar noch minutenlang, als er bewusstlos wurde und der Krankenwagen schon da war.

Er ließ einfach nicht von ihm ab.

Ich denke, da steckt großer Hass dahinter.


Nein zu Rassismus! – von Jelena Zinajic

Rassismus ist ein Diskriminierungsmuster und Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse, nach dem Menschen aufgrund weniger äußerlicher Merkmale, die eine bestimmte Abstammung vermuten lassen, wie Hautfarbe, Religion, Körpergröße oder Sprache, als „Rasse“ kategorisiert und beurteilt werden. Sie werden oft so abgewertet und ausgeschlossen.

Rassismen gleichen einer Epidemie, die aber immer wieder ausbricht und ein großes Thema ist. Die Betroffenen haben es natürlich sehr schwer, denn es hat auch Auswirkungen auf die Wahrnehmung von Chancen und die Möglichkeiten der gesellschaftlichen Integrationen.

Der Begriff Rassismus entstand im 17. Jahrhundert. Seitdem teilten Menschen andere Menschen schon in „Rassen“ ein. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich in Europa dadurch eine Rassenlehre, die im 20. Jahrhundert schreckliche Konsequenzen mit sich trug. Rassismus gibt es also schon sehr lange und überall auf der Welt. Auch früher mussten die Menschen mit der Form von Rassismus, die unsere Gesellschaft auch hat, kämpfen.

Es gibt auch die rassistische Sprache, die Menschen benutzen, um die Betroffenen noch mehr zu verletzen und sie zu kennzeichnen. Bei vielen hinterlässt dies psychologische Narben, die Ängste und Albträume verursachen. Die Betroffenen fühlen sich einfach zutiefst verletzt, denn Worte können sehr verletzend sein. So wurde früher sehr oft das N-Wort für die Betroffenen benutzt und auch in der deutschen Sprache ist das N-Wort fest verankert. Auch wir können manchmal das N-Wort in unserem Alltag finden. So hieß früher auch eine Art von Schokolade, bis sie merkten, dass das N-Wort niemanden verletzten soll und am besten auch nicht  benutzt werden soll. So änderten sie den Namen des Produktes und es heißt jetzt Schokoküsse.

Doch nicht nur das N-Wort verletzt Menschen, es gibt zahlreiche Wörter, die Menschen verletzen. So sollten wir aufpassen, was wir sagen und keinen mit einem Begriff abstempeln, denn Wörter sind verletzend. Der Vorfall in Minneapolis hat uns allen wieder gezeigt, dass es Rassismus noch immer gibt. Der dunkelheutige George Floyd wurde nämlich am 15. Mai 2020 in Minneapolis von einem hellhäutigen Polizisten verhaftet. Der Polizist drückte ihm sein Knie minutenlang gegen seinen Hals.

George Floyd versuchte sich zu wehren und gab zu verdeutlichen, dass er keine Luft mehr bekommt. „I can´t breathe“ schrie er mehrmals, doch der Polizist reagierte nicht. Kurz darauf wurde er auch bewusstlos und starb im Krankenhaus. Eine Passantin filmte dies und stellte das Video ins Netzt. Dadurch kam sehr viel Unruhe hoch, denn jeder wollte Gerechtigkeit für Floyd, aber auch für alle anderen, die mit Rassismus kämpfen.

Leider sind viele nicht überrascht von diesem Vorfall, denn in den USA ist das kein Einzelfall. Vieler solcher Situationen passieren dort. Weltweit kam es zu Demonstrationen, wo sich Menschen zusammen getan haben um gegen Rassismus und Polizeigewalt wieder zu demonstrieren. Auf den Demonstrationen kam es jedoch in der USA auch zur Gewalt. Deswegen drohte Donald Trump eine Militäreinheit einzusetzen. Der Polizist wird wegen Mordes angeklagt und die beteiligten Polizisten wurden entlassen. Diese Situation zeigt uns also, dass wir noch immer gegen Rassismus alle zusammen ankämpfen müssen.

Es gibt auch Fälle, wo Polizisten Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder andere äußerer Merkmal kontrollieren, ohne dass es einen konkreten Grund gibt. Das nennt sich dann „Racial Profiling“. Racial Profiling ist bei so welchen Fällen also auch ein Problem, denn es gibt kein rechtliches Verbot gegen Racial Profiling. Es gibt nur Gesetze, die Racial Profiling begünstigen, wie zum Beispiel bei der Kontrolle von Einreisen.

Mit Rassismus umzugehen ist schwer, jedoch sollte jeder von uns etwas dagegen tun. Wir sind alle Menschen, egal welche Hautfarbe, Herkunft usw. wir haben. Jeder sollte die gleichen Rechte haben und keiner sollte ausgegrenzt werden. Wenn wir nicht dagegen ankämpfen, wird unsere Gesellschaft daran zerbrechen, deswegen sollten wir alle zusammenhalten.


Nein zu Rassismus – von Lina Raab

Einleitung
Da zurzeit viele Medien über Rassismus berichten und diskutieren, möchte ich mit meinem Artikel ein paar Geschehnisse beschreiben. Außerdem möchte ich bestimmte Begriffe erklären und meine Meinung etwas einbringen.

Definition Rassismus
Rassismus ist eine Rassentrennung. Dort werden einige Menschen aufgrund äußerlicher Merkmale, die eine bestimmte Abstammung vermuten, als „Rasse“ kategorisiert und beurteilt. Diese Merkmale sind zum Beispiel die Hautfarbe, Körpergröße oder Sprache. Durchaus könnten diese auch kulturelle Merkmale wie Kleidung oder Bräuche sein.

Rassisten betrachten alle Menschen, die ihren eigenen Merkmalen möglichst ähneln, als höherwertiger, während alle anderen als geringerwertig diskriminiert werden. Unabhängig von seiner Herkunft kann jeder Mensch von Rassismus betroffen sein.

Der Rassismus hat in den letzten Jahrzehnten nachgelassen. Früher war er viel stärker und grausamer. Doch auch heute trifft er noch oft auf. Amerika ist davon stark betroffen, wie zum Beispiel der Vorfall am 25. Mai 2020 in Minneapolis. Ein 46-jähriger Afroamerikaner namens George Perry Floyd wurde durch eine gewaltsame Festnahme von einem hellhäutigen Polizisten getötet. Bei der Festnahme drückte der Polizist sein Knie minutenlang auf Floyds Hals. Kurz darauf wurde Floyd bewusstlos und starb schließlich im Krankenhaus. Ein Video des Vorfalls sorgte weltweit fürs Aufsehen. Die vier Polizisten, die an die an dem Ereignis beteiligt waren, wurden schlussendlich entlassen und wegen Verdachts auf ein Tötungsdelikt inhaftiert.

Daraufhin löste der Fall weltweit großflächige Proteste gegen Rassismus und gegen Polizeigewalt aus. In dem Zusammenhang kam es zu weiteren Fällen von Polizeigewalt wegen Ausschreitungen und Plünderungen, bei denen es auch zu mehreren Todesopfern kam. Dies allerdings nur in den USA. Daraufhin wurde ab dem 31. Mai 2020 dann in 40 US-Städten Ausgangssperren verhängt sowie das Militär in Form der Nationalgarde aktiviert.

Rassistische Sprache
Rassismus kann allerdings nicht nur körperlich, sondern auch durch Sprache ausgedrückt werden. Im Alltag wird das Wort „Schwarz“ oft als negative Eigenschaft assoziiert. “Weiß” hingegen ist grundsätzlich positiv besetzt und steht für das Unschuldige, Wahre, Gute, Reine. Der Verzicht auf das Wort „Neger“ reicht also nicht aus, wenn man zu Dunkelhäutigen „Schwarz“ sagt. Für eine bessere antirassistische Sprache wurden schon viele Begriffe umbenannt, zum Beispiel der Begriff „Negerkuss“ zu „Schokokuss“.

Racial Profiling
Racial Profiling bedeutet übersetzt Rassenprofilierung. Der Ausdruck stammt aus den USA, wo vor allem Afroamerikaner/innen von überdurchschnittlich vielen polizeilichen Personenkontrollen betroffen sind. In Europa sind neben dunkelhäutigen Personen auch andere Nationalitäten betroffen, wie die Balkanregion oder muslimische Länder. Der Begriff „Rassistische Profilierung“ bezeichnet alle Formen von ungerechtfertigten Personen- und Fahrzeugkontrollen gegenüber Personengruppen, welche von den Polizisten/innen als ethnisch (bestimmte Volksgruppe) oder religiös „andersartig“ wahrgenommen werden.

Umgang mit Rassismus
Viele Menschen gehen falsch mit Rassismus um. Bei rassistischen Aussagen von anderen Menschen, zum Beispiel auf der Straße, gucken viele einfach weg. Stattdessen sollten sie eingreifen und die Betroffenen verteidigen, denn meistens machen sie nichts, da sie es schon gewohnt sind und es sowieso nichts ändern würde. Würde ich Rassismus auf der Straße oder in meinem Freundeskreis erleben, würde ich eingreifen und meine Meinung äußern. Ich finde es total respektlos, dass es noch heute Rassisten gibt, die wirklich denken, dass nur weil eine Person eine andere Hautfarbe hat, etc… weniger wert ist. Ich fände es nur gerecht, wenn diese respektlosen Menschen eine gerechte Strafe für diese Diskriminierung bekämen.


Nein zu Rassismus! – von Maja Djukic

Auf der Welt gibt es heutzutage leider immer noch sehr viel Rassismus. Vielen fällt das meistens nicht mal auf. Der Vorfall in Minneapolis hat jedoch die ganze Welt erschüttert und aufgeweckt.

In Minneapolis wurde am 25.05.2020 der 46-jährige George Floyd durch Polizeigewalt umgebracht. Ein Polizist kniete 10 Minuten lang auf dem Hals des Afroamerikaners. Dieser wurde nach kurzer Zeit bewusstlos und starb daraufhin auch. Eine Passantin hatte den Vorfall gefilmt und ins Netz gestellt. Dieses Video hat die Welt erschüttert. Leute auf der ganzen Welt demonstrieren gegen strukturellen Rassismus.

Doch der Fall von George Floyd ist leider kein Einzelfall. Dies passiert jeden Tag auf der Welt. Ob es nur eine Beleidigung in der Schule ist oder jemand auf Grund seiner Hautfarbe oder Herkunft umgebracht oder verletzt wird, man muss etwas dagegen tun. Ob man die Menschen, die rassistische Äußerungen geäußert haben, zur Rede stellt oder selbst protestieren geht, man muss etwas dagegen tun. Du musst etwas dagegen tun.

Es gibt keine Rassen, wir sind alle Menschen und das ist, was zählt.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich zwar schon vieles verändert, jedoch ist das immer noch nicht genug, denn es herrscht, wie man sieht, immer noch Rassismus. Es ist genug, wenn Rassismus nicht mehr existiert, genauso wie das Denken von verschiedenen „Rassen“, die es überhaupt nicht gibt, denn wie schon gesagt, wir sind alle Menschen, ob schwarz weiß, christlich oder muslimisch das ist egal, wir sind eine Einheit.


Nein zu Rassismus! – von Ela Ciftci

George Floyd, Breonna Taylor oder Eric Garner – was haben diese Menschen gemeinsam? Diese Menschen wurden Opfer von Polizeigewalt in den USA aufgrund ihrer Hautfarbe.

Die Übergriffe auf diese Menschen sind kein Einzelfall. Die Washington Post hat eine neue Statistik veröffentlicht, die besagt, dass auf eine Millionen Einwohner 30 schwarze Menschen durch Polizisten getötet werden. Bei weißen Personen sind es hingegen „nur“ 12.

Doch woher kommt das und was können wir dagegen tun?

Rassismus ist, wenn Menschen aufgrund ihrer körperlichen Merkmale, ihrer Herkunft oder ihrer Religion ungerecht behandelt werden. Somit ist Rassismus eine besondere Form von Diskriminierung. Rassismus zielt darauf ab, dass es mehrere „Rassen“ gibt und diese eine bestimmte Rangordnung haben. Heutzutage weiß man, dass alle Menschen gleich sind und dass niemand benachteiligt werden darf. Dennoch haben viele Menschen die rassistischen Gedanken noch nicht abgelegt, wie man an den aktuellen Ereignissen erkennt.

Rassismus gibt es seit vielen Jahrhunderten. Zunehmend wurde dies im 16. Jahrhundert. Die europäischen Länder entdeckten durch Schiffreisen neue Kontinente wie Amerika und Afrika und beuteten sie aus. Sie verschleppten dunkelhäutige Menschen und ließen diese als Sklaven kostenlos arbeiten, um die Reichtümer den europäischen Königshäusern zu übermitteln. Der Sklavenhandel dauerte 400 Jahre an und es wurden ca. 30 Millionen Menschen verschleppt.

Der Nationalsozialistische Staat im 2. Weltkrieg überspitzte die Ideologie des Rassismus. Es wurden ca. 10 Millionen Menschen gefoltert und getötet, weil sie nicht dem Menschenbild der Nationalsozialisten entsprochen haben. Die größten Bevölkerungsgruppen, die ermordet wurden, waren Juden, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle oder dunkelhäutige Menschen. Nach dem 2. Weltkrieg und der Niederlage Deutschlands verschwand langsam das allgemeine Rassendenken in Europa.

Die USA oder Südafrika hingegen machten langsamere Fortschritte als Europa. Bis zum Civil Rights Act, die Bürgerrechtsbewegung von 1964, gab es in Amerika eine politische Rassentrennung. Dunkelhäutige wurden im öffentlichen Raum von Weißen getrennt, Ehen zwischen Schwarzen und Weißen waren verboten und Schwarze durften politisch nicht wählen.

In Südafrika hingegen galt „Apartheid“. Apartheid ging so weit, dass die Politik dunkelhäutigen Menschen vorschrieb, wo sie wohnen dürfen. Apartheid endete erst 1991, also erst vor rund 30 Jahren.

Trotz den politischen Aufhebungen des Rassismus hegen viele Menschen heutzutage rassistische Gedanken im Alltag. So benutzen viele Menschen beispielsweise immer noch rassistische Wörter oder haben gewisse Vorurteile gegenüber dunkelhäutigen Menschen.

Das wohl größte Problem ist das „Racial Profiling“. Das „Racial Profiling“ besagt, dass Menschen nur aufgrund ihres Erscheinungsbildes oder ihrer Herkunft plötzlich polizeilich kontrolliert werden. Kommt zu dem “Racial Profiling” nun auch persönliche rassistische Neigungen von der Polizei hinzu, werden harmlose Polizeikontrollen für dunkelhäutige Menschen zu einer lebensbedrohlichen Situation. So werden sie körperlich misshandelt ohne Widerstand zu zeigen oder gar getötet.

Menschen auf der ganzen Welt haben ihre Solidarität gegenüber dunkelhäutigen Menschen durch Proteste gezeigt. Die meisten Proteste in den USA sind friedlich verlaufen, jedoch gab es einige Gewalttaten, Brandstiftungen und Plünderungen.

Viele Menschen fragen sich nun, was sie gegen Rassismus tun können. Man sollte sich als Außenstehender richtig informieren und gegebenenfalls Menschen auf ihr rassistisches Verhalten oder ihre rassistischen Kommentare ansprechen und sie darauf aufmerksam machen, dass das Verhalten nicht ok ist. Vielen Menschen ist öfters nicht bewusst, dass ihre Aussagen diskriminierend sind.

Wenn man selbst Opfer von Rassismus wird, sollte man den Täter ansprechen und ihn darauf aufmerksam machen. Wenn das rassistische Verhalten nicht aufhört, sollte man Hilfe holen. Leider können solche Diskussionen oftmals zu einer Auseinandersetzung führen. Man sollte sich jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass Gewalt hier keine Lösung ist und den Täter damit vielleicht sogar in seiner rassistischen Meinung bestärken könnte. In solchen Situationen muss man sich solidarisch zeigen und den Opfern beistehen.

Zu guter Letzt, der wichtigste Punkt:

Niemals sollte man wegschauen. Rassismus und Diskriminierung geht uns alle was an, denn wir wollen alle friedlich miteinander leben.

 

[Tsa – 7/2020]