Die Ankomm-Tage an der Albert-Schweizer- Schule – Was passierte nach den Sommerferien 2021?

Nach einem anstrengenden Schuljahr unter Pandemiebedingungen ging es am 30.08.2021 endlich – also für mich endlich – wieder in die Schule.

Bereits vor den Sommerferien wurden wir von unserer Klassenlehrerin darüber informiert, dass wir nach den Ferien die sogenannten Ankomm-Tage haben werden. Wir waren alle sehr gespannt …

Bevor die Schule wieder losging, erreichte uns die Nachricht, dass die Ankomm-Tage von Montag bis Mittwoch zwischen 8:30 und 12:30 Uhr stattfinden würden. Eine schöne Nachricht, denn nach so langer Zeit braucht man schon eine Weile, um sich wieder an die Schule, das frühe Aufstehen und die Regeln zu gewöhnen.

Und da unser letztes Schuljahr für alle nicht immer einfach gewesen ist, waren diese Ankomm-Tage sicher gut für uns.

Wir haben uns alle zunächst in unserem neuen Klassenraum im Neubau im 3. Stock getroffen. Das war schon irgendwie aufregend. Ein neues Schuljahr hatte begonnen, mit vielen neuen Gesichtern auf den Fluren und neuen Lehrer:innen. Und besonders aufregend war es für uns auch, weil wir eine neue Mitschülerin bekommen würden. Alle waren sehr neugierig auf sie.

Am ersten Tag standen der Rückblick und die Evaluation im Mittelpunkt. Wir starteten mit einer Übung, die große Konzentration verlangte und gleichzeitig dafür sorgte, dass wir uns alle gut einstimmen konnten. Dabei mussten wir die Augen schließen und still sein. Ohne eine genaue Festlegung der Reihenfolge zählte dann die Klasse laut bis zwanzig. Dabei begann unsere Lehrerin mit „eins“ und ein:e Schüler:in im Raum fuhr mit der nächsten Zahl fort, bis auf zwanzig durchgezählt wurde. Das war nicht besonders einfach, denn es gab Regeln, an die man sich halten musste, aber wir schafften es nach einigen Versuchen ganz gut.

Anschließend beschäftigten wir uns mit der Frage, wie das letzte Schuljahr für uns gewesen ist und ob wir in der Zeit des Homeschoolings etwas fürs Leben gelernt haben. Unsere Lehrerinnen führten mit uns eine Übung durch, die so ähnlich ist wie das Spiel 1, 2 oder 3. Ein JA und ein NEIN sowie ein Fragezeichen hingen an der Wand und jedes Kind musste sich nach einer vorgegebenen Aussage für ein Feld entscheiden. Wer wollte, durfte sich dazu äußern, warum er sich für sein Feld entschieden hat.

Eine weitere Aufgabe war, dass wir an der Tafel stehende Fragen beantworten sollten. Es waren vier Fragen vorgegeben und jeder musste seine Antwort auf seine Karten schreiben, über die im Anschluss gesprochen wurde. Fragen waren z. B.: Was würde ich gerne an der Klassengemeinschaft verbessern? Welche Stärken und Schwächen habe ich während des Homeschoolings an mir beobachtet? Welche Unterstützung wünsche ich mir von meinen Lehrkräften?

Mit den Antworten der Frage bezüglich der Klassengemeinschaft stellten wir am nächsten Tag unsere Klassen- und Wohlfühlregeln auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir bekamen auch unser neues, schönes ASS-Heft und unseren Stundenplan. Unsere Klassenlehrerin erklärte uns das neue ASS-Heft und jeder kann es nun individuell gestalten. Ein wirklich tolles Teil. Endlich nicht mehr 2 Hefte, sondern Schülerheft und HA-Heft in einem.

Am zweiten Tag stand das soziale Miteinander im Mittelpunkt. Wir spielten einige Spiele zur Stärkung der Klassengemeinschaft, setzten uns mit Konflikten und mit Lösungsmöglichkeiten auseinander, erledigten in Ruhe Klassengeschäfte (Wahl der verschiedenen Ämter, Festlegung der Klassenregeln usw.) und gestalteten schöne Bilder mit Zitaten. Außerdem ließen wir uns von Keith Haring inspirieren und erstellten einen schönen Wandteppich für unseren Klassenraum.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am dritten Tag beschäftigten wir uns mit dem Lernen und unseren Zielen für das neue Schuljahr. Ein ganz wichtiger Punkt, den wir besprochen haben, ist die „Aufschieberitis“, Lateinisch: Prokrastination. Ein ganz wichtiger Punkt, dem man immer wieder mal verfällt. Hier haben wir mit Arbeitsblättern gearbeitet und haben am Ende auch eine Selbstevaluation durchgeführt.

Die letzten zwei Schuljahre sind an unserer Schule und an den Schüler:innen nicht spurlos vorüber gegangen und damit alle gut und motiviert in das neue Schuljahr starten können, haben wir ganz langsam angefangen. Mit allen Übungen sollten nach sechs Wochen Ferien alle zusammengebracht und gute Voraussetzungen für das neue Schuljahr geschaffen werden

Und jetzt heißt es: Ankommen, hinsetzen und alles auf Null setzen. Das letzte Schuljahr nicht vergessen, aber neue Prioritäten setzen und spontan werden…

Meine Meinung zu den Ankomm-Tagen:

Ich finde die Idee mit den Ankomm-Tagen an der Albert-Schweizer-Schule super.

Gerade nach den Sommerferien, wenn man sich so lange nicht gesehen hat, haben sich doch viele ganz schön verändert.

Ich denke, die wenigsten Schüler:innen finden es toll, wenn man nach den Sommerferien direkt in den Schulstress reinkommt und früh aufstehen muss.

Das letzte Schuljahr im Homeschooling war anders und schwierig für manche Personen, deshalb finde ich, dass die ganzen Aufgaben in den ersten drei Tagen der perfekte Start waren, um in ein gutes und neues Schuljahr zu starten. Und wenn uns dann mal Corona nicht mehr verfolgt, wird es umso besser.

Das sollte man jetzt jedes Jahr so machen!

 

Amelie Ries, Klasse 8a

[Lo – 9/21]