An die zehn unschuldigen Seelen, die durch diese schreckliche Tat ihr Leben verlieren mussten:

Zwei Jahre sind vergangen und die Wunden sind noch nicht geheilt; die Fragen immer noch nicht geklärt und werden es auch nie sein.

Wie sehr uns dieses furchtbare Ereignis auch schmerzt, müssen wir trotzdem daraus lernen. Es zeigt uns, dass es in einem Land mit vielfältigen Kulturen und Religionen wie Deutschland immer noch Rassismus gibt. Rassistisch motivierte Taten fangen schon in unserer Sprache an: ein kleiner Witz, der „nicht rassistisch gemeint“ ist, nur um kurz für einen Lacher zu sorgen. Rassismus schleicht sich in unsere Sprache ein.

Rassisten wird es immer geben, jedoch können wir ihnen keinen Raum geben, ihren Rassismus auszuüben. Ich fordere uns alle auf, Courage zu zeigen, wenn jemand aus rassistischen Gründen verbal oder körperlich angegangen wird. Zeige ebenso Courage in den scheinbar kleinen Dingen, wie wenn ein/e Freund/in oder ein Familienmitglied sich einen rassistischen Scherz erlaubt. Nur so können wir den Rassismus stoppen und dafür sorgen, dass Menschen mit Migrationshintergrund sich sicher fühlen.

Hilary Johnson (E2)


Gedenken an die Opfer des rassistischen Attentats vom 19. Februar 2020 in Hanau

Vor zwei Jahren wurden in unserer Nachbarstadt Hanau zehn Menschen Opfer eines rassistischen Attentats. Wir wollen der Opfer dieser entsetzlichen Tat gedenken, ihre Namen nennen, uns ihrer erinnern.

Unsere besondere Anteilnahme gilt den Hinterbliebenen, die nunmehr seit zwei Jahren mit dem Verlust ihrer Verwandten, Freunde und Freundinnen leben müssen. Für uns als Schulgemeinde erwächst aus diesem Erinnern auch eine Verpflichtung, nämlich entschieden allen Formen des Rassismus und der Ausgrenzung entgegenzutreten.

Gemeinsam haben wir eine Gedenkwand gestaltet, auf der unsere Gedanken zum rassistischen Attentat ihren Ausdruck finden.

Im Gedenken an:

Ferhat Unvar – Mercedes Kierpacz – Sedat Gürbüz  – Gökhan Gültekin  – Hamza Kurtović  – Kaloyan Velkov – Vili Viorel Păun – Said Nesar Hashemi – Fatih Saraçoğlu – Gabriele Rathjen

Shari Costa (SOR-AG)
Sabine Röhm (UNESCO-AG)
Levi Schmitt (Quip-AG)

[Cos – 2/2022]