In den letzten Wochen lernten drei Klassen aus der Jahrgangsstufe 7 sowie die komplette Jahrgangsstufe 8 und 9 nicht nur Unterrichtsinhalte, sondern lernten auch, wie mit herausfordernden bzw. unangenehmen Situationen, die seit Schuljahresbeginn in der Klasse deutlich wurden, positiv umgegangen werden kann.

In Zusammenarbeit mit dem Verein Creative Change e.V. wurde für vier Tage das Projekt „Act now 22“ organisiert und durchgeführt. Die Klassen nahmen an jedem der vier Tage an jeweils einer Doppelstunde daran teil.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Projekt ist ein theaterpädagogisches Programm, durch das das Handlungsrepertoire von Schüler:innen erweitert wird und demokratische Werte gestärkt werden. In Absprache mit der Klassenleitung wurden in Theaterszenen konkrete Herausforderungen aus der Schulrealität der Schüler:innen dargestellt, wie zum Beispiel üble Nachrede, Freundschaft, (Cyber-)Mobbing, Demokratie als Lebensform, Gruppenzwang, Identität, Sexismus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ereignisse der Theaterszenen, das dahinterstehende Problem mit seinen Ursachen und die Charaktere wurden analysiert und die Schüler:innen konnten sich über persönliche Erfahrungswerte bezüglich der Themen austauschen und über Handlungsmöglichkeiten beraten. So lernten sie, Konflikte konstruktiv zu lösen. Auch wurden verschiedene Übungen zur Stärkung des Gruppengefühls durchgeführt.

Das sagten Schüler:innen über die Projekttage:

  • „Besonders gut fand ich die Auseinandersetzung mit dem Thema „Diskriminierung“, weil ich dadurch erfahren konnte, wie schwer es manche haben. Sie werden aufgrund ihrer Herkunft verurteilt oder ausgeschlossen. Das darf es nicht geben!
    Ich fand es interessant, dass man sich sehr gut einbringen und sich in die Situation von anderen Personen hineinversetzen konnte.“
  • „Ich fand das Projekt toll, weil ich viele neue Sachen gelernt habe und mich entwickeln konnte.“
  • „Durch das Projekt habe ich gelernt, welche Folgen das Lästern über eine Person haben kann und was eine Freundschaft ausmacht.“
  • „Ich habe durch das Projekt folgende Sachen gelernt: Wir müssen/sollten einander respektieren, akzeptieren sowie unterstützen und mehr auf die Mitmenschen und Freunde achten, denn oft machen/sagen wir Dinge, die andere verletzen können.“
  • „In Zukunft will ich ändern, dass wir uns alle respektieren und wertschätzen. Wir sollten zusammenhalten und keinen ausschließen.“
  • „Damit wir in Zukunft alle besser miteinander umgehen, ist es wichtig, mehr das Positive in Menschen zu sehen sowie offen und ehrlich miteinander zu reden.“
  • „Ich nehme für mich persönlich mit, dass man aufmerksam zuhört und jeden akzeptiert mit allen Fehlern und allen Eigenschaften.“
  • „Ich habe mich sehr über die positiven Eigenschaften, die meine Mitschüler:innen über mich geäußert haben, gefreut.“
  • „Ich habe gelernt, wie ich in bestimmten Situationen handeln sollte.“
  • „Ich fand die Projekttage gut, weil ich mir mehr Wissen über Lösungen in schwierigen Situationen aneignen konnte!“
  • „Ich fand das Projekt gut, weil ich mir mehr Gedanken über mich und meinen Charakter machen konnte. Auch konnte ich über meine eigenen Fehler nachdenken.“

[Tsa – 3/2022]