Am 5. Mai 2022 nahmen die Schüler:innen des E2-PoWi-Orientierungskurses der Albert-Schweitzer-Schule an einer digitalen Doppelstunde mit dem Hessischen Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz teil. In dieser Zeit hatten sie die Möglichkeit dem Minister eine Vielzahl an Fragen zu stellen, die sie in den vorherigen Unterrichtsstunden erarbeitet haben.

Zunächst stellten die Schüler:innen persönliche Fragen, sie interessierte z.B., wie der Minister zur Politik gekommen sei, welche Erfolge oder Misserfolge er als Kultusminister erfahren habe oder wie er Anfeindungen gegen seine Person erlebe. Hier berichtete Herr Lorz den Schüler:innen von den Problemen, die speziell durch die (anonymen) sozialen Netzwerke aufgetaucht seien und sich in der Pandemie noch einmal verstärkt hätten.

Im weiteren Verlauf wurden Aspekte aus dem Schulalltag thematisiert: So wurde u.a. die Frage gestellt, warum bestimmte Fächer nicht abzuwählen seien, ob eine Schule ohne Sitzenbleiben und ohne Notendruck nicht besser sei, welche Rolle Digitalsierung in der Schule spiele oder ob es seiner Meinung nach einen islamischen Religionsunterricht an den Schulen geben sollte. Bei letzterem wurde deutlich, dass das Problem nach Auskunft des Ministers darin liege, dass es sehr schwer sei, Kooperationen mit islamischen Glaubensgemeinschaften einzugehen, was eine Voraussetzung sei.

Die Schüler:innen wollten vom Minister auch wissen, welche Lösungen er gegen psychische Probleme habe, die durch Schulstress ausgelöst werden. Hier verwies Herr Lorz darauf, dass Schule ein Ort sein müsse, den die Schüler:innen gerne besuchen. Gleichzeitig müsse aber auch die Gesellschaft daran arbeiten, dass die Erwartungshaltung an Schüler:innen abgebaut werde. Nach kritischen Nachfragen seitens der Schüler:innen fügte Herr Lorz noch hinzu, dass es das Ziel sein müsse mehr Schulpsychologen an die Schulen zu bringen.

Ein weiterer Schwerpunkt bildete noch der Krieg in der Ukraine und die Folgen für hessische Schulen und Universitäten.

[Bol – 5/2022]