Am Montag, dem 18. Juli 2022, nahm die Albert-Schweitzer-Schule an dem hessenweiten Projekt des Kultusministeriums „Hier spielt die Musik“  teil. Zur Feier des Endes des coronabedingten Gesangsverbots und der damit einhergehenden Wiederermöglichung von Chor- und Bandproben sowie vieler weiterer Teile des Musikunterrichts, die im Rahmen des Infektionsschutzes über lange Teile der Pandemie eingeschränkt waren, forderte das HKM (Hessische Kultusministerium) alle Schulen in Hessen auf, die Ode an die Freude, den letzten Satz aus Beethovens neunter Sinfonie, nach ihren Belieben zu interpretieren – sie also auf ihre Art und Weise kreativ zu verarbeiten. Das HKM wählte explizit dieses Stück als Symbol für Einigkeit und Freude, als welches es auch als die offizielle Hymne der Europäischen Union fungiert, aus. Für die Albert-Schweitzer-Schule beteiligten sich insgesamt fünf Kurse und Klassen an der Aktion und bereiteten ihre Werke dafür wochenlang vor.

So führte die 6a von Frau Peetz die Ode auf, indem sie sich selbst auf Glockenspielen begleiteten.

Die Schüler:innen der Klassen 6- und 8b von Herrn Relic präsentierten einen fiktiven Werbespot für den „Beethoven Energydrink“. Der Spot zeigte Darstellungen des Musikunterrichts zu Zeiten während der Beschränkungen und danach, und stellte den Kontrast zwischen den Zeiten mit Motiven von Schläfrigkeit und übertriebener Ekstase in den Fokus.

Die Schüler:innen der Q2 aus dem Musikkurs von Frau Schubert produzierten ebenfalls ein Video, das ähnliche Aspekte aufgreift. Aufwendig gedreht und inszeniert stellten sie den Wechselunterricht und den momentanen Präsenzunterricht gegenüber und nutzten dafür nicht nur visuelle Merkmale, sondern interpretierten die Ode an die Freude auf verschiedenste Weisen neu. So stellten sie eine klassische Klavierinterpretation des Stücks einem Jazz-Cover, einem Technoremix und sogar einer Rap-Version gegenüber.

Den triumphalen Abschluss bildete zu beeindruckenden Drohnenkamerafahrten eine klangvolle Klavierimprovisation des Stücks.

Um ihre Projekte rechtzeitig fertigstellen zu können, trafen sich die Schüler:innen auch außerhalb der regulären Unterrichtszeiten, sogar an Wochenenden, und arbeiteten selbst in ihrer Freizeit intensiv an ihnen weiter.

Zur Vorführung ihrer Werke versammelten sich die Schüler:innen und Lehrkräfte sowie der Schulleiter in der Mensa. Der überraschende Besuch einiger weiterer Kurse und Lehrkräfte sorgte dafür, dass die erwarteten Besucher:innenzahlen deutlich übertroffen wurden und große Teile von ihnen stehen mussten.

Das Projekt stellt gleichzeitig natürlich auch einen Appell dar, sich auch weiterhin achtsam und dem Infektionsgeschehen entsprechend zu verhalten, um zu verhindern, dass es in einiger Zeit zu einer erneuten solchen Veranstaltung kommen muss.

Die Werke der Klassen und Kurse sollen noch vor Beginn der Sommerferien zusammen mit weiteren Werken von Schüler:innen aus ganz Hessen auf der Seite des Kultusministeriums veröffentlicht werden.

Hier einige Eindrücke aus dem Video, das mit den verschiedenen Interpretationen der Ode an die Freude musikalisch unterlegt war:

Bericht: Niklas Umbach, Ann-Sophie Klein (Q2)