Die Albert-Schweiter-Schule konnte im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung initiierten Projektes “Schule interaktiv” ihre Medienkompetenz deutlich erweitern.

Nach der Auszeichnung der ASS als “Medienschule des Monats im September 2010 durch die Hessische Medieninitiative Schule@Zukunft wurde der Entschluss gefasst, die neu erworbenen Kompetenzen auch weiter in das Netzwerk “Schule interaktiv” einzubringen. Dieses Netzwerk arbeitet länder- und schulformübergreifend und lebt vom kontinuierlichen Austausch der teilnehmenden Schulen.

Die ASS hat nun den Status einer Coach-Schule erlangt. Sie trägt zur Erweiterung des Netzwerkes bei, indem sie die Buchhügelschule in Offenbach beim Ausbau ihrer Medienkompetenz beratend unterstützt. Geleitet wird dieses Projekt von Frau Hauf und Herrn Dr. Tretter.

Für weitere Informationen dürfen wir auf ein Interview verweisen, das im Rahmen eines länderübergreifenden Netzwerktreffens in Bonn geführt wurde.   [Tr – 01/2012]


 

Warum nimmt die Albert-Schweitzer-Schule an dem Schulentwicklungsprogramm „Schule interaktiv” teil?

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Aus der Schulinspektion haben wir die Erkenntnis gewonnen, unsere Bemühungen in den Bereichen Vermittlung von Schlüsselqualifikationen, fächerübergreifendes Lernen, Kooperation und Koordination der Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern und binnendifferenziertes Lernen zu verstärken. Die Arbeit mit neuen Medien kann in allen diesen Bereichen unterstützend wirken und viele Vorhaben konkretisieren. Wir wollen Ideen, Motivation und Kompetenzen für Projekte bekommen, mit denen die Unterrichtsqualität durch den Einsatz von neuen Medien weiterentwickelt wird.

Wir wollen unser Medienkonzept entwickeln, denn

  • wir haben zwar eine recht gute Ausstattung, aber noch zu wenig Überblick darüber, was eigentlich in der Schule an Geräten, aber auch was an Programmen und Medien zur Verfügung steht, zudem wollen wir die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten effektiver nutzen
  • viele Kolleginnen und Kollegen haben schon Erfahrungen mit neuen Medien gesammelt, es gibt aber auch technikferne Kolleginnen und Kollegen, denen ein solches Programm Mut machen kann, Neues auszuprobieren
  • unsere Schüler nutzen zwar intensiv neue Medien innerhalb und außerhalb der Schule, sollten aber hier durch die Schule eine systematische Medienbildung bekommen.

Ein großes Problem jeder Schule ist der Informationsfluss. Es kommen immer wieder neue Lehrerinnen und Lehrer an die Schule, die Einblick in wichtige Verfahrensweisen, Beschlüsse, Daten bekommen müssen. Außerdem sollte gewährleistet sein, dass alle Lehrerinnen und Lehrer über aktuelle Arbeitsergebnisse einzelner Projektgruppen im Rahmen der Schulentwicklung informiert sind. In der Schule stehen viele Arbeitsmaterialien zur Verfügung (z.B. der Methodenreader), die für Unterrichtsvorbereitung genutzt werden sollen. Wir wollen deshalb ein Schulinformationssystem aufbauen, bei dem Lehrer auf diese Information auch von zu Hause aus zugreifen können, um so den Unterricht effektiver gestalten zu können.

Bestandteil eines solchen Schulinformationssystems soll auch die Möglichkeit zur Einrichtung von virtuellen Klassenräumen sein, in denen Schüler Dokumente gemeinsam bearbeiten, Präsentationen einstellen oder Arbeitsergebnisse aufbewahren können.

Die Schule wird im Moment umfassend saniert. Wir erhalten einen neuen naturwissenschaftlichen Trakt mit einer guten technischen Ausstattung (Vernetzung, Computer, Beamer etc). Zudem wird an der Schule eine Mediothek eingerichtet, die ein Zentrum unsereres Ganztagesbetriebs werden soll. Wir wollen eine Konzeption für die Nutzung dieser Möglichkeiten entwickeln, bei der Einrichtung in Zusammenarbeit mit dem Schulträger kompetent mitreden können und vor allem letztlich die uns gebotenen Möglichkeiten für Unterricht und Schulleben gut nutzen.

Es ist sehr motivierend, diese Ziele in direkter Kooperation mit einer anderen Schule und in einem Netz weiterer Schulen anzugehen. Die Ideen der Partnerschaft auf Augenhöhe, der Weitergabe von Erfahrungen aus der Praxis für die Praxis und der Möglichkeit eines kontinuierlichen Austausches sind sehr einleuchtend. Von der wissenschaftlichen Begleitung versprechen wir uns ein systematisierendes Feedback, das hilft die aufgewendeten Energien zielgerichtet einzusetzen. Die Deutsche Telekom Stiftung gibt dem Programm durch ihre logistische und materielle Unterstützung einen klaren Rahmen und macht durch ihre Vorgaben das Engagement für das Kollegium (einigermaßen) berechenbar.

[Hau, 03/2009]

Link: Deutsche Telekom Stiftung – Schule interaktiv